Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.419,33
    +48,88 (+0,28%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.872,57
    +17,21 (+0,35%)
     
  • Dow Jones 30

    39.131,53
    +62,42 (+0,16%)
     
  • Gold

    2.045,80
    +15,10 (+0,74%)
     
  • EUR/USD

    1,0823
    -0,0005 (-0,04%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.594,11
    +614,95 (+1,31%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    76,57
    -2,04 (-2,60%)
     
  • MDAX

    25.999,48
    -100,28 (-0,38%)
     
  • TecDAX

    3.394,36
    -10,65 (-0,31%)
     
  • SDAX

    13.765,66
    -59,10 (-0,43%)
     
  • Nikkei 225

    39.098,68
    +836,48 (+2,19%)
     
  • FTSE 100

    7.706,28
    +21,79 (+0,28%)
     
  • CAC 40

    7.966,68
    +55,08 (+0,70%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.996,82
    -44,80 (-0,28%)
     

Aktien Europa: Moderate Kursverluste vor EZB-Zinssignalen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) -Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag nach Gewinnen am Vortag etwas geschwächelt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor gegen Mittag 0,19 Prozent auf 4555,32 Punkte. Für den französischen Cac 40 FR0003500008 ging es um 0,25 Prozent auf 7436,94 Punkte nach unten, während der britische FTSE 100 GB0001383545 kaum verändert tendierte.

Vor den Ergebnissen der Sitzung der Europäischen Zentralbank herrschte Zurückhaltung. "Zwar erwartet hier niemand bereits eine Zinssenkung und auch in Sachen Zeitpunkt hat EZB-Präsidentin Lagarde in Davos die Spannung schon herausgenommen", stellte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets fest. "Vielmehr dürfte es heute für die Investoren darum gehen, zwischen den Zeilen noch ein paar Details zu Tempo und Ausmaß der Zinssenkungen 2024 herauszulesen." Der Zinsentscheid wird 14.15 Uhr bekannt gegeben, 14.45 Uhr startet dann eine Pressekonferenz mit Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde.

Einen Dämpfer brachten unterdessen Daten zur größten europäischen Volkswirtschaft. Die Stimmung in Deutschlands Unternehmen hatte sich zu Jahresbeginn weiter eingetrübt. Es war der zweite Rückgang in Folge, der den wichtigsten Frühindikator für die deutsche Wirtschaft auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 drückte. Damit richten sich die Hoffnungen nun auf die weitere Entwicklung. "Die Chancen stehen gut, dass das Tal beim Geschäftsklima demnächst durchschritten ist und sich die Stimmung im Laufe des Jahres bessert", prognostizierte Volkswirt Michael Herzum von der Fondsgesellschaft Union Investment.

Bei der Entwicklung der Sektoren setzten Quartalsberichte der Unternehmen Akzente. Chemiewerte profitierten von Givaudan CH0010645932, dessen Kurs um 5,3 Prozent stieg. Der Schweizer Aromen- und Duftstoffhersteller hatte im Schlussquartal massiv an Dynamik gewonnen und war damit organisch stärker gewachsen als erwartet. Auch bei der Profitabilität hatte das Unternehmen die Prognosen übertroffen.

Der Telekommunikationssektor erhielt Impulse von Nokia FI0009000681, die um 7,2 Prozent anzogen. Nachdem das Management seine Jahresziele zweimal gesenkt und sie dann ganz gestrichen hatte, sieht Konzernchef Pekka Lundmark nun ermutigende Signale: Zum Jahresende sei der Auftragseingang nach oben geschnellt.

Am Ende des Feldes lag dagegen der Autosektor. Der US-E-Auto-Platzhirsch Tesla US88160R1014 hatte mit den Zahlen für das vergangene Quartal die Markterwartungen verfehlt. Das Unternehmen gab zudem keine konkrete Prognose für die Auslieferungen im laufenden Jahr ab. Analysten hatten sich auf eine Schätzung von rund 2,1 Millionen Fahrzeugen eingestellt. Tesla stellte aber lediglich in Aussicht, dass die Auslieferungen wahrscheinlich langsamer als im vergangenen Jahr wachsen werden.

Im Technologiesektor belastete unterdessen ein enttäuschender Ausblick des Halbleiterherstellers STMicro NL0000226223. Die Aktie gab um 1,7 Prozent nach. Unter den kleineren Werten standen Wizz Air JE00BN574F90 unter Druck. Die Analysten der Schweizer Bank UBS bezeichneten die Zahlen zum dritten Quartal als enttäuschend. Die Aktie der Fluggesellschaft fiel um 4,3 Prozent.