Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.459,75
    +204,42 (+1,34%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.032,99
    +39,56 (+0,99%)
     
  • Dow Jones 30

    34.200,67
    +164,68 (+0,48%)
     
  • Gold

    1.776,20
    +9,40 (+0,53%)
     
  • EUR/USD

    1,1985
    +0,0009 (+0,07%)
     
  • BTC-EUR

    51.650,55
    -1.493,45 (-2,81%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.392,59
    +0,88 (+0,06%)
     
  • Öl (Brent)

    63,11
    -0,35 (-0,55%)
     
  • MDAX

    33.263,21
    +255,94 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.525,62
    +8,38 (+0,24%)
     
  • SDAX

    16.105,82
    +145,14 (+0,91%)
     
  • Nikkei 225

    29.683,37
    +40,68 (+0,14%)
     
  • FTSE 100

    7.019,53
    +36,03 (+0,52%)
     
  • CAC 40

    6.287,07
    +52,93 (+0,85%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.052,34
    +13,58 (+0,10%)
     

Aktien Europa: EuroStoxx schwächelt den dritten Tag in Folge

·Lesedauer: 3 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Vor den mit Spannung erwarteten Reden von Fed-Chef Jerome Powell sowie der US-Finanzministerin Janet Yellen haben sich die Anleger an Europas Aktienmärkten am Dienstag bedeckt gehalten. Zudem belasteten Sorgen über eine dritte Corona-Infektionswelle sowie der in Deutschland verlängerte und verschärfte Lockdown die Stimmung.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gab den dritten Tag in Folge nach und verlor gegen Mittag 0,50 Prozent auf 3814,51 Punkte. Der Pariser Leitindex Cac 40 <FR0003500008> gab um 0,66 Prozent auf 5929,08 Punkte nach. Für den Londoner FTSE 100 <GB0001383545> ging es um 0,46 Prozent auf 6696,55 Punkte nach unten.

"Zwar wird an der Börse die Zukunft gehandelt und mit einer Beschleunigung des Impftempos in den kommenden Wochen ist eine dynamische wirtschaftliche Erholung immer noch das wahrscheinlichste Szenario", kommentierte Jochen Stanzl von CMC Markets. "Aber die dritte Infektionswelle verschiebt die Wiedereröffnung der Wirtschaft in Europa weit in den Sommer hinein." Zudem stünden die Fortschritte in den Impfkampagnen in den USA und Großbritannien den sich dahinschleppenden Impfungen in der Europäischen Union gegenüber. "Eine Rückkehr zu weltweitem Reiseverkehr wird somit erst einmal unwahrscheinlich, was man auch an der negativen Entwicklung der Touristik- und Reiseaktien in den vergangenen Tagen ablesen kann."

Der europäische Stoxx-Branchenindex Travel & Leisure <CH0019112744> gab den dritten Tag in Folge nach. Mit minus 1,4 Prozent zählte er zu den größten Verlierern im 19 Sektoren umfassenden Stoxx Europe 600 <EU0009658202>. Unter den Einzelwerten dort büßte das Papier des Touristikunternehmens Tui <DE000TUAG000> 5,2 Prozent ein und die Aktie der Fluggesellschaft IAG <ES0177542018> gab um 4,5 Prozent nach. Zudem verloren die Anteilsscheine des Anbieters von Reisebuchungssoftware Amadeus IT <ES0109067019> erneut deutlich.

Schlusslicht unter den einzelnen Sektoren war der der Autohersteller und -zulieferer <EU0009658681> mit minus 2,9 Prozent. Er hatte allerdings auch erst am Donnerstag ein neues Hoch seit 2018 erreicht gehabt. Für Volvo <SE0000115446> ging es in Stockholm um 7,4 Prozent abwärts. Der weltweite Mangel an Halbleitern für die Automobilfertigung hat mit dem dem schwedischen Lastwagenhersteller eine weitere Branchengröße erwischt. Volvo hatte am Vorabend angekündigt, die Produktion wegen fehlender Halbleiter drosseln zu müssen. Im Fahrwasser der Aktie verloren auch die Anteilsscheine von Traton <DE000TRAT0N7> auf Xetra 3,3 Prozent. Daimler <DE0007100000> büßten 2,8 Prozent ein.

Zudem standen einige Pharmahersteller mit Nachrichten im Fokus. So informierte Novartis <CH0012005267> über erreichte Ziele aus der Phase-III-Studie Vision. Die Aktie stieg im SMI <CH0009980894> um 1,0 Prozent. Roche <CH0012032048> indes enttäuschten mit der Einstellung einer Studie zur Behandlung von Huntington und gaben um 1,6 Prozent nach.

Novo Nordisk <DK0060534915>, dessen Aktien in Kopenhagen 1,0 Prozent einbüßten, meldete, dass sich die US-Arzneimittelbehörde FDA geweigert habe, die andere Dosierung von Semaglutide für Patienten mit Typ-2-Diabetes zu genehmigen. Für Astrazeneca <GB0009895292> ging es in London um 0,8 Prozent abwärts, denn die US-Gesundheitsbehörde NIAID äußerte Zweifel an der Aussagekraft von Daten einer neuen Untersuchung des Pharmakonzerns zu dessen Covid-19-Impfstoff.

Nicht zuletzt stand das Papier der Online-Versandapotheke Zur Rose <CH0042615283> im Blick, das nach jüngst heftigen Verlusten um 10,0 Prozent nach oben schoss. Eine Kaufempfehlung von Morgan Stanley gab Auftrieb. Sowohl Zur Rose als auch die Shop Apotheke <NL0012044747> seien gut für starkes Wachstum im Online-Medikamentenhandel aufgestellt, hieß es.