Deutsche Märkte schließen in 8 Stunden 24 Minuten
  • DAX

    15.257,04
    -660,96 (-4,15%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.089,58
    -203,66 (-4,74%)
     
  • Dow Jones 30

    34.899,34
    -905,06 (-2,53%)
     
  • Gold

    1.796,40
    +8,30 (+0,46%)
     
  • EUR/USD

    1,1266
    -0,0054 (-0,47%)
     
  • BTC-EUR

    51.163,55
    +2.443,57 (+5,02%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.439,00
    -16,41 (-1,13%)
     
  • Öl (Brent)

    71,46
    +3,31 (+4,86%)
     
  • MDAX

    33.849,95
    -1.162,05 (-3,32%)
     
  • TecDAX

    3.821,83
    -48,44 (-1,25%)
     
  • SDAX

    16.307,70
    -444,50 (-2,65%)
     
  • Nikkei 225

    28.283,92
    -467,70 (-1,63%)
     
  • FTSE 100

    7.044,03
    0,00 (0,00%)
     
  • CAC 40

    6.739,73
    0,00 (0,00%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.491,66
    -353,54 (-2,23%)
     

Ein 82-jähriger Ingenieur hat eine Maschine gebaut, die Luft in Trinkwasser verwandelt

·Lesedauer: 2 Min.
Ein 82-jähriger spanischer Ingenieur hat eine Maschine erfunden, die Trinkwasser aus der Luft gewinnen kann.
Ein 82-jähriger spanischer Ingenieur hat eine Maschine erfunden, die Trinkwasser aus der Luft gewinnen kann.

Wasserknappheit ist eines der drängendsten Probleme, mit denen die Menschheit heute konfrontiert ist. Besonders gilt das für Regionen, in denen der Zugang zu Wasser von vorneherein erschwert ist. Laut einer auf Phys.Org veröffentlichten Studie der Universität Cambridge hat der Klimawandel auch in Europa einige der schlimmsten Dürren der vergangenen 2100 Jahre verursacht.

Infolgedessen wird es für westliche Gesellschaften immer schwieriger, in dieser Frage untätig zu bleiben. Die Lösung des Problems ist keine Aufgabe, die leicht oder über Nacht zu bewältigen ist. Einige technische Innovationen wecken allerdings Hoffnung.

Der 82-jährige spanische Ingenieur Enrique Veiga ist so ein Hoffnungsträger. Er hat eine Maschine erfunden, die Trinkwasser aus der Luft gewinnen kann. In Verbindung mit humanitärer Hilfe könnte sich seine Maschine in den trockeneren Regionen der Welt als unschätzbar wertvoll erweisen. "Das Ziel ist es, Orte wie Flüchtlingslager zu erreichen, wo es kein Wasser zum Trinken gibt", sagt Veiga der Nachrichtenagentur Reuters.

"Unsere Idee ist nicht nur, ein effektives Gerät zu bauen, sondern auch eines, das für Menschen nützlich ist, die kilometerweit laufen müssen, um Wasser zu holen oder Brunnen zu graben", so Veiga.
"Unsere Idee ist nicht nur, ein effektives Gerät zu bauen, sondern auch eines, das für Menschen nützlich ist, die kilometerweit laufen müssen, um Wasser zu holen oder Brunnen zu graben", so Veiga.

Veiga erfand den Trinkwasserextraktor ursprünglich schon in den 1990er Jahren, um Dürren in Südspanien zu bekämpfen. Aber damals konnte das Gerät Temperaturen bis zu 40 Grad nicht standhalten und nur bei einer Luftfeuchtigkeit von unter acht Prozent laufen. Zur Einordnung: In Deutschland herrscht im Sommer durchschnittlich eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent, im Winter sind 85 Prozent typisch für das hiesige Wetter.

Mittlerweile aber wird das Unternehmen des Ingenieurs namens Aquaer mit der Herstellung der Geräte beauftragt. Maschinen Aquaers liefern bereits Trinkwasser in einigen Gebieten Namibias und in einem Flüchtlingslager im Libanon. "In den Dörfern, die wir in Namibia besucht haben, waren die Menschen erstaunt, sie haben es nicht verstanden, sie haben gefragt, woher das Wasser kommt", sagt der Ingenieur.

Veigas Maschine kann zwischen 50 und 75 Litern Wasser pro Tag produzieren. Aufgrund ihrer kleinen Größe kann sie auch auf einem Wagen transportiert werden. Größere Versionen des Geräts könnten dagegen bis zu 5000 Liter pro Tag erzeugen.

Der spanische Ingenieur Enrique Veiga mit seiner Maschine, die Trinkwasser produziert.
Der spanische Ingenieur Enrique Veiga mit seiner Maschine, die Trinkwasser produziert.

Die Maschine kühlt die Luft bis zum Punkt der Kondensation ab und wandelt sie in Wasser um, das dann gesammelt werden kann. Das funktioniert nach dem gleichen Mechanismus, wenn sich in Klimaanlagen Kondenswasser bildet. Die Maschine kann auch unter extremeren Bedingungen arbeiten: bei Temperaturen von bis zu 40 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von zehn bis 15 Prozent arbeiten – für Menschen mit armen Bevölkerungen in heißen Klimazonen besonders wichtig.

Wegen seiner geringen Größe sei das Gerät leicht zu handhaben, erklärt der Ingenieur. "Unsere Idee ist nicht nur, ein effektives Gerät zu bauen, sondern auch eines, das für Menschen nützlich ist, die ansonsten kilometerweit laufen müssen, um Wasser zu holen oder Brunnen zu graben", so Veiga.

Um seine Erfindung dort einsetzen zu können, wo sie dringend gebraucht werden – Flüchtlingslager und arme Teile der Welt – hat der in Galizien geborene Ingenieur eine gemeinnützige Organisation namens Water Inception gegründet.

Dieser Text wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.