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8000 Mails nach missglücktem EM-Protest: Greenpeace rechtfertigt seine Aktion — zieht aber erste Konsequenz

·Lesedauer: 2 Min.
Der Gleitschirmflieger verletzte bei seiner Notlandung zwei Menschen
Der Gleitschirmflieger verletzte bei seiner Notlandung zwei Menschen

Nach der gefährlichen Protestaktion vor dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich zieht die Umweltorganisation Greenpeace eine erste Konsequenz: In einer Mail an Mitglieder und Spender, die Business Insider vorliegt, heißt es, es werden "künftig keine Flugproteste mehr über Menschenmengen stattfinden". Und: „Der Zwischenfall in München hat auch bei uns eine intensive Diskussion über Formen des Protestes ausgelöst.“

Greenpeace überließ die Mail erneut ihrem Verkehrsexperten Benjamin Stephan: "Im Namen von Greenpeace möchte ich hiermit noch einmal ausdrücklich bei den Betroffenen dieser Notlandung um Verzeihung bitten." Die Umweltschutzorganisation übernehme die volle Verantwortung und werde "alles daran setzen, dass so etwas nie wieder passiert".

Greenpeace bedauerte zwar den Unfall, vermied es aber, die Aktion an sich als Fehler zu bezeichnen. Der Aktivist habe über das Stadion hinwegfliegen und einen Ballon absenken sollen. "Direkt nach dem Start des Motorschirms hat ein Aktivist die Behörden über einen friedlichen Greenpeace-Protest informiert", schrieb Stephan.

Die Polizei bestätigte, dass es einen Hinweis der Umweltorganisation – allerdings erst, als der Pilot schon im Landeanflug gewesen sei. Scharfschützen hatten den Flieger in der Sicherheitszone bereits im Visier. Unten auf dem Rasen standen mit Frankreich und Deutschland zwei Mannschaften, die 2015 eines der Ziele der Terroranschlagserie in Paris waren.

Der 38 Jahre alter Aktivist war kurz vor dem Anpfiff des Spiels am vergangenen Dienstagabend auf dem Spielfeld notgelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen. Beide hatten die Klinik bis Freitag wieder verlassen. Eigentlich wollte Greenpeace mit der Aktion gegen Sponsor Volkswagen protestieren. Auch in seiner Entschuldigungsmail erneuerte Greenpeace die Kritik an Volkswagen als Rechtfertigung die Aktion über dem Stadion.

Die Aktion hatte Kritik an der Umweltschutzorganisation ausgelöst. Auf Anfrage von Business Insider erklärte ein Sprecher, seit der Aktion habe man zwischen dem 15. und 21. Juni 8000 Mails erhalten. Wie viel davon negativ sind oder in denen die Mitgliedschaft bei Greenpeace gekündigt wurde, sagte der Sprecher nicht. Unter den Mails seien auch viele positive Rückmeldungen auf die Entschuldigung gewesen.

Zum Schluss der Mail bedankt sich Verkehrsexperte Stephan für die finanzielle Unterstützung für Greenpeace.„Dafür sind wir sehr dankbar - und möchten Sie deshalb auch persönlich bitten, uns den Schreckmoment von München zu verzeihen."

th/jel/dpa

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