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8 Tipps, wie ihr trotz weltweiter Lieferschwierigkeiten noch rechtzeitig an eure Weihnachtsgeschenke kommt

Manche Weihnachtswünsche könnten in diesem Jahr nur schwer erfüllbar sein. Aufgrund weltweiter Staus von Container-Schiffen und einer generellen Knappheit an Containern kommt es weltweit zu Lieferverzögerungen. Durch Preissteigerungen bei Rohstoffen könnten Spielzeug oder Elektronik teurer zu werden. Das betrifft auch die Aktionswochen rund um den Black Friday, der 2021 am 26. November stattfindet. Denn in diesem Zeitraum kaufen üblicherweise viele Kundinnen und Kunden ihre Weihnachtsgeschenke, in der Hoffnung, Schnäppchen zu ergattern.

Im Zuge der weltweiten Lieferengpässe sind vereinzelt besonders begehrte Produkte kaum mehr erhältlich. Die neue Nintendo Switch OLED etwa sei nur wenige Tage nach ihrer Markteinführung fast überall ausverkauft, heißt es vom Vergleichsportal Idealo*. Andere Produkte im Elektronikbereich wie Grafikkarten, Receiver oder Lautsprecher sind zum Teil im Preis um bis zu 80 Prozent gestiegen.

Das muss die Stimmung in der Vorweihnachtszeit und unter dem Tannenbaum aber nicht trüben. Wir haben einen Wirtschaftswissenschaftler, die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und Idealo nach Tipps gefragt, wie ihr noch rechtzeitig an eure Weihnachtsgeschenke kommt.

Tipp 1: Frühzeitig loslegen

Im Hinblick auf Weihnachten rät der Idealo-Preisexperte Michael Stempin in diesem Jahr mehr denn je, früh mit dem Geschenkekauf zu beginnen. "Verbraucher und Verbraucherinnen sollten sich am besten zeitnah überlegen, was unter dem Baum liegen soll und frühzeitig Angebote vergleichen und zuschlagen.", so Stempin. Dadurch wird es zudem meist noch günstiger: In einer Analyse konnte die Preisvergleichsplattform feststellen, dass im vergangenen Jahr fast 80 Prozent der am Black Friday besonders beliebten Produktkategorien im Schnitt an einem anderen Tag im November günstiger waren als am Schnäppchentag selbst.

Tipp 2: Auf das Lieferdatum achten

Mit dem Standard-Versand haben Pakete in Deutschland in der Regel eine Lieferzeit von einem bis zu fünf Tagen. Im Weihnachtsgeschäft, also ab circa Ende November, können sich diese Laufzeiten um ein bis zwei Tage verlängern, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW). Pakete aus Übersee haben in der Regel deutlich längere Lieferzeiten. Ob der gewünschte Artikel noch rechtzeitig geliefert werden kann, können Verbraucher schon beim Bestellen prüfen. "Beim Online-Kauf muss der Händler das Datum angeben, bis zu dem er spätestens liefern wird." heißt es von der Verbraucherzentrale NRW. Gibt der Händler nichts an, ist die Gefahr groß, dass hier Lieferverzögerungen verschleiert werden sollen.

Tipp 3: Stationär kaufen

Handelsforscher Gerrit Heinemann warnt davor, Weihnachtsgeschenke dieses Jahr online zu bestellen. Dies betreffe fast alle Non-Food-Waren, die meist aus Asien kommen. Im Gespräch mit Business Insider sagt er: "Was jetzt nicht in den Läden und Lagern verfügbar ist, wird nicht mehr bis Weihnachten geliefert." Heinemann leitet an der Hochschule Niederrhein das eWeb Research Center. Sichergehen, ob das gewünschte Produkt auch wirklich rechtzeitig verfügbar ist, können Verbraucher ohne jegliches Risiko nur im Geschäft vor Ort.

Tipp 4: Funktionen wie Wunschlisten oder Erinnerungen nutzen

Einige Onlinehändler und Marktplätze bieten mittlerweile verschiedene Funktionen an, mit denen Verbraucher die Warenverfügbarkeit prüfen und im Blick behalten können. In der Lidl-App oder bei Zalando gibt es etwa die Möglichkeit, sich auf eine Art "Warteliste" setzen zu lassen, wenn das Produkt ausverkauft ist. Man wird dann per Mail benachrichtigt, sobald das Produkt wieder verfügbar sein sollte. Das kann etwa der Fall sein, wenn andere Kundinnen und Kunden die Ware wieder zurückschicken.

Tipp 5: Flexibel bleiben

Wer im Hinblick auf die Produktfarbe oder die Speichergröße flexibel ist, bekommt das eigentlich gewünschte Produkt womöglich in einer anderen Ausführung – und zum Teil noch günstiger. So konnte idealo in einer Analyse feststellen, dass das Smartphone Samsung Galaxy S10 Plus in Weiß am Black Friday 2020 deutlich stärker reduziert war als das gleiche Modell in Schwarz. Ihr solltet euch also nicht auf eine bestimmte Ausführung versteifen, sondern offen für Alternativen bleiben.

Tipp 6: Nicht unter Druck setzen lassen

Ablaufende Balken, die angeblich die kleiner werdende Lagerbestände anzeigen, sind ein beliebtes Marketing-Werkzeug. Doch meist lässt sich nicht erkennen, wie viele vorhandene Artikel wirklich noch auf Lager sind, so die Verbraucherzentrale NRW. Es könnten 10, aber genauso gut auch 1.000 Produkte sein.
Auch ablaufende Uhren sollen Zeitdruck erzeugen. Reicht die Zeit für eine Überprüfung des scheinbar attraktiven Deals nicht aus, rät die Verbraucherzentrale in Ausnahmefällen auch mal auf Verdacht zu kaufen. Allerdings sollten ihr anschließend den Preis prüfen. Findet ihr das Produkt günstiger, könnt ihr bei einigen Händlern den Kauf kostenlos stornieren. Alternativ habt ihr immer auch das Rückgaberecht.

Tipp 7: Zeit schenken oder selber basteln

Marmelade, eigene Gewürzmischungen oder selbst gemachte Pralinen: Über hausgemachte Leckereien freut sich doch jeder. Gemeinsame Erlebnisse oder Zeit wie ein Kochkurs, Konzertkarten oder ein Spa-Besuch in Form eines selbst gestalteten Gutscheins sind nicht nur persönlich, sondern auch einfach zu besorgen.

Tipp 8: Über Second-Hand-Plattformen einkaufen

Während bei Gamingelektronik aufgrund der Chip-Krise Lieferengpässen herrschen, kann für Spielekonsolen, Tablets, Receiver und Co. auch der Kauf von Second-Hand-Produkten über Plattformen wie Ebay oder Ebay-Kleinanzeigen eine günstige und nachhaltige Alternative sein. Für Mode und Accessoires gibt es auch etliche Wiederverkaufsplattformen, bei denen die Käufer und Käuferinnen nur die normale Versandzeit innerhalb Deutschlands berücksichtigen müssen.

*Disclaimer: Idealo gehört, wie Business Insider auch, zu Axel Springer.