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Überraschende Entscheidung: Babbel verschiebt den Börsengang

·Lesedauer: 3 Min.
Sprachen lernen per App – das ist Babbels Konzept.
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Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Vor rund einer Woche hatte Babbels Vorstandschef Arne Schepker noch erklärt, er sei mehr als zufrieden mit der Resonanz der Investoren auf den geplanten IPO. Auch den Zeitpunkt für den Börsengang bezeichnete er als richtig – geplant war die Erstnotierung der Wertpapiere für diesen Freitag. Doch am späten Dienstagabend meldete das Handelsblatt dann, dass der 2007 gegründete Sprachlern-Anbieter seinen Börsengang überraschend auf Eis gelegt hätte. Man habe gemeinsam mit den Aktionären beschlossen, das Vorhaben aufgrund der derzeit ungünstigen Marktbedingungen zu verschieben, zitierte die Zeitung das Berliner Unternehmen.

Allerdings ist der IPO nur aufgeschoben und nicht abgesagt. Eine Notierung an der Frankfurter Börse wird wohl weiter angestrebt. Babbel wollte an der Börse eine Bewertung von bis zu 1,26 Milliarden Euro erzielen. [Mehr bei Handelsblatt und Reuters]

Auf Gründerszene: Wenige Tage vor der Wahl setzt sich der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit Startupköpfen zusammen. Die Unternehmer wollen Talente mit Migrationshintergrund fördern – und zeigen, wie international Startup-Teams sind. Wir haben für euch reingehört und aufgeschrieben, wie Armin Laschet sich geschlagen hat. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Zooms Verbindungen nach China haben die US-Regierung skeptisch gestimmt. Sie fürchtet, dass die Übernahme der US-Firma Five9 zu einem nationalen Sicherheitsrisiko werden könnte. Der Deal soll deswegen genau geprüft werden. Mit der Milliarden-Übernahme will sich der Videodienst im Call-Center-Geschäft etablieren. [Mehr bei Wall Street Journal und Handelsblatt]

Toast hat seinen Börsengang am Dienstag mit 40 US-Dollar pro Aktie festgesetzt. Das Angebot liegt damit über dem erwarteten Bereich und bewertet das Unternehmen aus Boston mit etwa 20 Milliarden US-Dollar. Damit sollte der Anbieter für Restauranttechnologie beim IPO am Mittwoch rund 870 Millionen Dollar einsammeln. [Mehr bei CNBC und Bloomberg]

Google investiert erneut in den New Yorker Immobilien-Markt: So hat das Techunternehmen das einstige Frachtterminal St John’s in Manhattan aufgekauft. Bei dem Deal flossen 2,1 Milliarden US-Dollar. Der Kauf ist die größte Immobilien-Transaktion in New York seit Beginn der Pandemie. 2018 bezahlte Google bereits 2,4 Milliarden Dollar für den historischen Chelsea Market. [Mehr bei Wall Street Journal und Handelsblatt]

Apple arbeitet Berichten zufolge an Möglichkeiten, Erkrankungen wie Depressionen, Angstzustände und kognitiven Verfall mithilfe eines iPhones zu erkennen und zu diagnostizieren. Forscher hoffen, dass die Analyse von Daten wie Mobilität, Schlafmuster und Verhaltensweisen die Krankheiten erkennen könnte, so das Wall Street Journal. Auch die Analyse des Gesichtsausdrucks sowie die Herz- und Atemfrequenz könnten berücksichtigt werden. Die gesamte Verarbeitung soll wohl direkt auf dem Gerät stattfinden, ohne dass Daten an Apple-Server gesendet werden. [Mehr bei Wall Street Journal und Techcrunch]

Disney+ wächst derzeit wohl deutlich langsamer als noch vor einigen Monaten, wie Disney-CEO Bob Chapek auf einer Goldman Sachs-Investmentkonferenz bekannt gab. Die weltweiten Nettozugänge bei dem Streamingdienst von Disney werden im aktuellen Quartal im „niedrigen einstelligen Millionenbereich“ liegen, so Chapek. Dies habe mit einem langsamen Wachstum in Lateinamerika zu tun und Covid-bedingten Produktionsverzögerungen. Überraschend gute Nachrichten gab es dagegen vom Fahrdienst Uber. Das Unternehmen berichtete, dass es im dritten Quartal näher an der Profitabilität sein werde als erwartet. [Mehr bei The Information und The Information]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Ein Amazon-Shop generiert jede Menge Daten. Wir haben bei einem Experten nachgefragt, wie diese sich nutzen lassen, um mehr Umsatz zu erwirtschaften. [Mehr bei Gründerszene+]

Einen schönen Mittwoch!

Eure Gründerszene-Redaktion

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