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Ölpreise treten auf der Stelle

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag bis zum frühen Abend nur wenig von der Stelle bewegt. Am Markt war die Rede von fehlenden Impulsen. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 69,52 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 11 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fiel um fünf Cent auf 65,97 Dollar.

Ungeachtet des ruhigen Wochenausklangs bewegen sich die Ölpreise auf erhöhtem Niveau. Der Brent-Preis rangiert in der Nähe seines höchsten Standes seit Anfang 2020, US-Öl kostet nur etwas weniger als das in dieser Woche erreichte Hoch seit Herbst 2018. Gründe sind die Aussicht auf konjunkturelle Besserung infolge zunehmender Corona-Impfungen und das billionenschwere Konjunkturpaket der US-Regierung. Zugleich wird das Angebot durch den Ölverbund Opec+ künstlich knapp gehalten.

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank bewertet das aktuelle Preisniveau am Ölmarkt als überhöht. Seiner Einschätzung nach dürfte die Opec+ ihre Ölproduktion erhöhen. Dies werde im Verlauf des Jahres zu einem Rückgang der Ölpreise führen, sagte Weinberg. Kurzfristig seien höhere Preise jedoch nicht auszuschließen.