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Hoffnung auf Konjunkturerholung treibt Ölpreise

·Lesedauer: 2 Min.

Marktbeobachter verweisen auf einen starken Rückgang der Ölreserven in den USA. Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung erwartet.

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA. Foto: dpa
Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA. Foto: dpa

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen. Marktbeobachter verwiesen auf einen starken Rückgang der Ölreserven in den USA, der für Auftrieb bei den Notierungen sorge. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 42,39 Dollar je Fass. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,3 Prozent auf 40,34 Dollar.

Nach Daten des privaten Anbieters API gingen die Bestände an Rohöl und Benzin in den USA in der vergangenen Woche stärker zurück als erwartet. Das helfe den Preisen nach oben, erklärten die Analysten der Bank ING. Es bleibe allerdings abzuwarten, ob die offiziellen Zahlen der Energiebehörde den Trend bestätigten.

Die Entwicklung der amerikanischen Ölreserven wird am Markt stark beachtet. Ein Rückgang der Reserven kann ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sein und gibt den Ölpreisen in der Regel Auftrieb.

Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zur Entwicklung der Lagerbestände erwartet. Sollten sich die API-Angaben bestätigen, wäre dies der stärkste Rückgang der amerikanischen Ölreserven in diesem Jahr.

Zuversichtlich stimmten die Anleger auch positiv ausgefallene Konjunkturdaten für den verarbeitenden Sektor aus China. Der Caixin-Markit Einkaufsmanagerindex stieg auf 51,2 Zähler von 50,7 Punkten im Mai. Analysten hatten lediglich 50,5 Punkte erwartet. Von einem richtig starken Aufholen der Indikatoren könne man zwar noch nicht sprechen, sagte NordLB-Analyst Bernd Krampen. „Vier Monate nach dem Hochpunkt der Katastrophe kommt China aber immerhin vergleichsweise sicher aus der Krise.“

Auch die Förderdrosselungen der Opec-Erdölexporteure und ihrer Verbündeten zeigten Wirkung. „Obwohl die Gefahr von Nachfrageausfällen angesichts vermehrter neuer Fälle von Covid-19 weiterhin besteht, scheint die OPEC+ den Markt im Moment unter Kontrolle zu haben“, sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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