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Ölpreise steigen auf Fünf-Monats-Hoch

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) -Die Ölpreise haben ihren Höhenflug der vergangenen Handelstage am Mittwoch fortgesetzt und die höchsten Ständen seit fünf Monaten erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete gegen Mittag 89,37 US-Dollar. Das waren 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai stieg um 37 Cent auf 85,52 Dollar.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee erreichte gegen Mittag den höchsten Stand seit Ende Oktober. Die Notierung für US-Öl war bereits in der vergangenen Nacht auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gestiegen.

Zuletzt hatten geopolitische Risiken für Auftrieb bei den Ölpreisen gesorgt. Nach Einschätzung der Rohstoffexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank schlagen sich die Entwicklungen im Nahen Osten wie auch im Ukraine-Konflikt "besonders stark in Angebotssorgen am Ölmarkt nieder". Dies habe die Ölpreise gestützt. Die Expertin wies darauf hin, dass sich Russland aufgrund der verschärften Sanktionen des Westens inzwischen immer schwerer tut, Abnehmer für sein Rohöl zu finden.

Zudem stützte die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA die Notierungen am Ölmarkt. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um zwei Millionen Barrel verzeichnet hat. Sinkende Ölreserven in den USA stützen in der Regel die Ölpreise.

Im weiteren Handelsverlauf bleiben die US-Ölreserven im Mittelpunkt des Interesses der Anleger. Am Nachmittag stehen die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung auf dem Programm. Die Daten werden am Ölmarkt stark beachtet und könnten für neue Impulse sorgen.