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Ölpreise sinken auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg wegen Preisbremse der EU

Der Preisdeckel der EU hat Unsicherheiten auf dem Ölmarkt ausgelöst. - Copyright: Christos Kizas / EyeEm
Der Preisdeckel der EU hat Unsicherheiten auf dem Ölmarkt ausgelöst. - Copyright: Christos Kizas / EyeEm

Mit einem Öl-Preisdeckel für russisches Öl von 60 US-Dollar (umgerechnet 57 Euro) pro Barrel wollen die G7-Staaten, Australien und die EU Russland finanziell unter Druck setzen. Der Preisdeckel, der am Montag in Kraft getreten ist, hat Unsicherheiten auf dem Markt ausgelöst und sich auf die Öl-Termingeschäfte ausgewirkt.

So sind die Termingeschäfte von US West Texas Intermediate (US WTI) um 3,5 Prozent auf ihren niedrigsten Kurs dieses Jahres, 74,25 Dollar (71 Euro) pro Barrel, gefallen. Der internationale Rohölpreis von Brent ist um vier Prozent auf 79,35 Dollar (75,88 Euro) pro Barrel ebenfalls gesunken. Im frühen Handel am Mittwoch war auf den asiatischen Märkten ein ähnlicher Trend zu verzeichnen. US WTI ist um 0,3 Prozent auf 74,05 Dollar (70,81 Euro) pro Barrel gesunken und Brent-Rohöl um 0,1 Prozent auf 79,29 Dollar (75,82 Euro) pro Barrel.

Schon am Montag haben die Rohstoffstrategen von ING, Warren Patterson und Ewa Manthey, darauf hingewiesen, dass die Daten des Börsenbetreibers Intercontinental Change zeigten, dass die Brent-Öl-Händler ihre Netto-Longpositionen im Vergleich zu vergangenem Dienstag um ein Drittel reduziert hätten. So wenige Netto-Longpositionen hätten Spekulanten seit November 2020 nicht mehr gehabt. "Das widerspiegelt zunehmende Unsicherheit in Bezug auf Nachfrage", schreiben die Rohstoffstrategen.

Nach kurzem Optimismus nach der Lockerung der Corona-Einschränkungen in China und die Drosselung der Ölförderung durch die OPEC-Länder löst nun der EU-Preisdeckel Unsicherheiten auf dem Ölmarkt aus und stoppt den Ölpreisanstieg. Sollte Russland es nicht schaffen, Öl im Geheimen zu exportieren, könnten politische Spannungen wieder zu weiteren Preisanstiegen führen.

Neben der EU-Preisobergrenze hat die resiliente US-amerikanische Wirtschaft ebenfalls eine dämpfende Wirkung auf die Zukunftserwartungen der Marktteilnehmer. Entscheidend hier ist die Zinspolitik und die Frage, ob die US-Notenbank weitere starke Zinserhöhungen anordnen würde. Yeap Jun Rong, Marktstratege beim Online-Broker IG, hat am vergangenen Mittwoch geschrieben, dass die Befürchtungen bezüglich künftiger Ölnachfrage und Wirtschaftswachstum die OPEC-Gruppe dazu animieren könnten, den Beschluss zu Fördermengenreduzierungen durchzuziehen. Ohne ausreichende Klarheit über die OPEC-Strategie könnten die Ölpreise bis zum nächsten OPEC-Gipfel im Februar 2023 weiterhin fallen, so Yeap.

Dieser Artikel wurde von Amin Al Magrebi aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.