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Ölpreise setzen Talfahrt nicht weiter fort

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch kaum verändert und damit die Talfahrt vom Vortag nicht fortgesetzt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 99,59 US-Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verharrte auf 95,84 Dollar.

Am Vortag war der Preis für Rohöl aus der Nordsee noch um etwa sechs Dollar eingebrochen. Sowohl der Preis für US-Öl als auch für Brent-Öl waren unter die Marke von 100 Dollar gerutscht. Als Ursache gilt die Sorge vor einem Konjunktureinbruch wegen der drohenden Energiekrise in Europa und harter Corona-Maßnahmen in China. Zum Wochenstart hatte Russland wegen routinemäßigen Wartungsarbeiten die Gaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 gestoppt und damit das Zittern um die Zukunft der Energieversorgung in Europa weiter angefacht.

Marktbeobachter wollen einen weiteren Rückgang der Ölpreise nicht ausschließen. Derzeit werde der Ölmarkt von Konjunktursorgen getrieben, sagte Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING Bank. Daher seien kurzfristig weitere Preisrückgänge wahrscheinlich.

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