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Ölpreise legen leicht zu - Presse: Erweiterte Opec trifft sich am Samstag

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag leicht gestiegen und haben damit ihre jüngste Erholung fortgesetzt. Händler verweisen auf angebliche Fortschritte bei den Verhandlungen führender Rohölförderländer. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 40,18 US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Vortag. Damit zog der Brent-Preis in dieser Woche bisher um fast fünf Dollar oder rund 14 Prozent an. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg am Freitag um fünf Cent auf 37,46 Dollar.

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, dass an diesem Samstag ein Treffen der Ölminister des Verbundes Opec+ stattfinden soll. Offiziell war das Treffen für den 9. bis 10. Juni vorgesehen. Zuletzt gab es große Unsicherheit, ob und wann das Treffen stattfindet.

Der Irak ist laut dem Bericht den großen Förderländern, wie Russland und Saudi-Arabien, entgegengekommen. Er habe eingeräumt, dass er Probleme bei der beschlossenen Senkung der Förderung gehabt habe. Im Juli soll dies aber nachgeholt werden.

Laut Medienberichten wollen Russland und Saudi-Arabien die derzeit geltenden Beschränkungen der Rohölförderung um einen Monat verlängern. Beide Länder hatten andere Staaten dazu aufgerufen, ihre Förderung stärker zu reduzieren, da sie sich zuletzt nicht an die beschlossenen Quoten gehalten hätten. Neben dem Irak standen Nigeria und Kasachstan im Fokus der Kritik.

Die Ölpreise befinden sich nach dem Corona-Crash seit Ende April auf einem Erholungskurs. So stieg der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent seit dem Mitte April erreichten Tief inzwischen wieder um rund 150 Prozent. Auch die Preise für die US-Sorte WTI zogen wieder kräftig an. Im Zuge der Corona-Krise waren die Ölpreise kollabiert - so fiel der Brent-Preis von rund 60 Dollar Mitte Februar bis auf 16 Dollar im April.