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Ölpreise legen zu - Daten und Irak-Aussagen schieben an

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag zeitweise deutlich zugelegt. Gegen Abend schmolzen die Gewinne jedoch etwas zusammen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,19 US-Dollar. Das waren 70 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 85 Cent auf 56,02 Dollar.

Marktbeobachter erklärten die steigenden Ölpreise zum einen mit Konjunkturdaten aus China und Europa. In beiden Wirtschaftsräumen besserte sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe. Dies wurde als Hoffnungszeichen interpretiert, dass die größte Belastung durch die schwache Weltwirtschaft und den amerikanisch-chinesischen Handelsdisput überstanden sein könnte.

Zum anderen gab es Äußerungen aus dem Irak, die auf die Möglichkeit zusätzlicher Förderkürzungen schließen lassen. Der irakische Ölminister Thamir Abbas Ghadban wandte sich gegen die vorherrschende Markterwartung, wonach eine zusätzliche Produktionskürzung durch das Rohölkartell Opec in dieser Woche als unwahrscheinlich angesehen wird. Am 5. und 6. Dezember treffen sich die Opec-Staaten mit verbündeten Nationen, darunter Russland. Gemeinsam wollen sie über die künftige Förderung beraten.

"Offensichtlich wächst am Markt die Skepsis, dass eine bloße Beibehaltung der Produktionskürzung beim Opec-Treffen Ende der Woche zu wenig sein könnte", sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank.