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Ölpreise machen frühe Verluste wett - Lage im Suezkanal im Fokus

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag leicht gestiegen. Bis zum Mittag konnten sie die deutlichen Verluste aus dem frühen Handel mehr als ausgleichen. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete zuletzt 64,98 US-Dollar. Das waren 55 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass amerikanisches Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 34 Cent auf 61,31 Dollar. Am Morgen hatten die Ölpreise noch um jeweils mehr als einen Dollar nachgegeben.

Am Ölmarkt blicken die Anleger weiter auf die Lage im Suezkanal. Laut jüngsten Meldungen gab es bei der Bergung eines Container-Frachter Fortschritte. Allerdings wird eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt weiter blockiert. Das niederländische Bergungsunternehmen des Containerschiffes "Ever Given" warnte vor zu schnellem Jubel über eine Öffnung des Kanals. Die Schiff sei nur am hinteren Teil freigelegt worden. "Aber der Bug sitzt noch völlig fest", sagte Peter Berdowski, Chef des Unternehmens Boskalis am Montagmorgen im niederländischen Radio.

Die Berger hoffen nun, mit Hilfe eines weiteren Schleppers im Laufe des Tages das Schiff völlig zu befreien. Sollte das nicht gelingen, müssten möglicherweise doch Container abgeladen werden. Das ist nach den Worten von Berdowski sehr zeitraubend. Vor den Zufahrten zum Suezkanal stauen sich derzeit viele Schiffe, darunter zahlreiche Öltanker.

Belastet wurden die Ölpreise durch die angespannte Corona-Lage in vielen Ländern. Insbesondere in großen Staaten der EU verschärft sich derzeit die Infektionslage. Damit drohen zusätzliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens, die auf der Konjunktur und der Ölnachfrage lasten würden.

Darüber hinaus blicken die Anleger bereits auf das geplante Treffen der Opec und ihrer in der Opec+ zusammengefassten verbündeten Förderstaaten am Donnerstag. Es werde bei der Videokonferenz zwar mehrheitlich erwartet, dass die Produktionsquoten beibehalten werden, sagte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Doch dürften die Erwartungen einer steigenden Nachfrage in den kommenden Monaten und die kurzfristige Engpässe durch die Sperrung des Suezkanals zu Diskussionen über Produktionsanhebungen führen.