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Ölpreise auf Erholungskurs - Opec dürfte Produktion kürzen

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre moderate Erholung seit Anfang des Monats fortgesetzt. Am Markt steigen angesichts der Corona-Krise die Erwartungen an eine zusätzliche Opec-Förderkürzung. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 52,51 US-Dollar. Das waren 65 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 67 Cent auf 47,85 Dollar.

Fachleute rechnen mittlerweile fest damit, dass das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderländer ihre Produktion erneut kürzen werden. Der Verbund Opec+, zu dem unter anderem Russland zählt, trifft sich an diesem Donnerstag und Freitag in Wien. Laut Medienberichten schlägt ein Opec-Komitee eine Kürzung der Tagesproduktion zwischen 0,6 und 1 Million Barrel vor. Fachleute sind sich jedoch nicht sicher, ob eine solche Kürzung ausreichen würde, um den durch die Corona-Krise erwarteten Nachfrageausfall zu kompensieren.

Die überraschende Zinssenkung der amerikanischen Notenbank Fed vom Vortag hatte am Rohölmarkt eher belastet. Händler begründeten dies mit der ebenfalls negativen Reaktion am US-Aktienmarkt. Einige Fachleute bewerteten die Notsenkung der Fed - die erste seit der Finanzkrise 2008 - kritisch. Es wurden etwa die Fragen aufgeworfen, ob der Schritt überhastet sei oder die Fed sich politisch angreifbar mache.