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Ökonomen-Stimmen zum ifo-Geschäftsklima

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August den dritten Monat in Folge eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima fiel im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 88,5 Zähler, wie das Ifo-Institut am Donnerstag in München mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Juni 2020. Analysten hatten allerdings mit einer deutlich stärkeren Eintrübung gerechnet und waren im Schnitt von 86,8 Punkte ausgegangen.

Einschätzungen von Experten zum ifo-Geschäftsklima im Überblick:

Jörg Kramer, Chefvolkswirt der Commerzbank

"Das Ifo-Geschäftsklima ist im August überraschend nur geringfügig gefallen. Allerdings liegt dieser wichtige Konjunkturindikator bereits im Rezessionsbereich. Verbraucher und Unternehmen leiden unter der Gaskrise, zumal die Konsumenten ihre Corona-Ersparnisse offenbar schon verbraucht haben. Wir erwarten für das zweite Halbjahr und das erste Quartal nächsten Jahres mehr denn je eine Rezession."

Carsten Brzeski, Chefökonom der ING Bank

"Die positive Lesart ist, dass der Ifo-Index langsamer sinkt als zuvor. Die negative Lesart ist offensichtlich, dass keine Besserung in Sicht ist. (...) Die Liste der Argumente, warum die deutsche Wirtschaft in eine Rezession rutscht, wird immer länger. Die Frage ist nicht ob, sondern wie schwerwiegend und lang die Rezession ausfallen wird."

Ralf Umlauf, Ökonom Landesbank Hessen-Thüringen

"Die konjunkturelle Dynamik ist mit dem dritten Rückgang in Folge weiter abwärtsgerichtet. Das zyklische Hoch wurde überdies bereits im Juni 2021 markiert. Allerdings fällt der Rückgang deutlich geringer aus als erwartet und Zweifel an der Bereitschaft der EZB, die Zinsen zu erhöhen, werden nicht verstärkt."

Melanie Debono, Ökonomin bei Pantheon Economics

"Die Daten bestätigen unsere Ansicht, dass ein Wiederanstieg der Geschäftserwartungen, die auf den niedrigsten Stand seit dem Höhepunkt der Pandemie gefallen sind, in weiter Ferne liegt. Auch wenn sich das Tempo des Rückgangs verlangsamt hat, deuten die Erwartungen unseres Erachtens noch eine Weile eine Rezession an."

Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ Bank

"Insbesondere die Messzahl für die Geschäftserwartungen der Firmen ist seit dem Frühjahr auf ein so tiefes Niveau gesunken, wie sie es in früheren Jahren nur im Vorfeld von Krisen erreicht hat. Sehr stabil hält sich dagegen immer noch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage. Bislang scheinen die Belastungen durch die hohen Energie- und Rohstoffpreise für die Unternehmen also noch verkraftbar zu sein, doch die Unsicherheit in Bezug auf das kommende Winterhalbjahr ist enorm groß."