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Ökonomen sehen EZB-Zinsgipfel bei 3,75%: Der Tag mit Bloomberg

(Bloomberg) -- Nachdem die hartnäckige Kerninflation schon die Wetten der Geldmärkte auf weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank in die Höhe getrieben hat, ziehen nun auch die Volkswirte nach und erwarten einen höheren Gipfel beim Einlagensatz als in der letzten Bloomberg-Umfrage im Januar. Im Vorfeld der Ratssitzung nächste Woche erwarten sie auch einen schnelleren Abbau der Bilanz der Notenbank.

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Dass sich die 26 Ratsmitglieder lautlos und ohne Streit einigen, ist nicht zu erwarten. Der neue Wirtschaftsausblick, den die EZB am Donnerstag vorstellt, dürfte nämlich sowohl mit einer niedrigeren Inflationsrate als auch mit einer höheren Kernrate als noch vor drei Monaten aufwarten. Dies könnte eine Diskussion befeuern, die schon beim letzten Treffen geführt wurde: Nämlich darüber, welche der beiden Zahlen eigentlich die Richtung vorgeben sollte.

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Einige Teilnehmer der Umfrage erwarten daher, dass die nächste Phase im Kampf gegen die Inflation größeres Konfliktpotential birgt. Allerdings ist zum ersten Mal keine Mehrheit mehr der Meinung, die EZB hinke mit ihren Aktionen hinterher — ein kleiner Etappensieg für die Währungshüter im Frankfurter Ostend.

AKTUELLE MELDUNGEN:

  • Angesichts robuster Nachfrage rechnet Daimler Truck in diesem Jahr mit steigendem Umsatz und wachsender Rentabilität.

  • Der Schweizer Pharmazulieferer Bachem beschafft über die Ausgabe neuer Aktien knapp 110 Millionen Franken, um den Kapazitätsausbau zu finanzieren.

  • In den USA geht die Sorge vor einer neuen Bankenkrise um, nachdem die gestiegenen Zinsen die kalifornische Silicon Valley Bank in Bedrängnis gebracht haben und dem Institut ein Bankrun droht.

  • Die Bundesanwaltschaft hat ein Schiff durchsuchen lassen, das möglicherweise Sprengstoff für den Anschlag auf die Nord Stream-Pipeline an Bord hatte.

  • Die Commerzbank gehört zu den Banken, die von der EZB gedrängt werden, ihre Risiken im Russlandgeschäft zu verringern.

  • Bei einem Amoklauf in Gemeinderäumen der Zeugen Jehovas in Hamburg sind mehrere Menschen erschossen und weitere schwer verletzt worden.

ANALYSEN:

  • Das €1,5 Mrd schwere Russlandrisiko der Commerzbank lastet auf dem Rückkauf-Potenzial.

  • Die schwachen Eigentumswohnungs-Verkäufe der LEG lassen nichts Gutes erwarten.

AKTIENMÄRKTE | Die Börsen in Asien fallen am Freitag, nachdem es an der Wall Street einen Ausverkauf im Bankensektor gab. Die Finanznöte der kalifornischen Silicon Valley Bank schüren die Sorge vor den Folgen, die die gestiegenen Zinsen auf die Portfolios der Finanzinstitute haben werden. Der S&P 500 fiel auf ein Sieben-Wochen-Tief. Auch für Europa signalisieren die Futures einen sehr schwachen Handelsstart.

RENTENMÄRKTE | Am europäischen Staatsanleihemarkt überwog am Donnerstag das Kaufinteresse. Die Rendite 10j BTP sank den dritten Tag in Folge. Stützend für den Markt wirkten Konjunkturbedenken in den USA, nachdem die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe den höchsten Stand seit Dezember erreicht hat. EZB-Rat Villeroy äußerte die Erwartung, dass die Inflation in Frankreich bis Juni ihren Maximalwert erreichen werde.

ROHSTOFFMÄRKTE | Die Ölpreise geben am Freitag die vierte Sitzung in Folge nach, da die Aussicht auf womöglich wieder stärkere Zinserhöhungen in den USA den Nachfrageausblick trüben. Die Nordsee-Sorte Brent steuert auf einen Wochenverlust von 5,5% zu. Der Goldpreis konsolidiert den 1%-Anstieg vom Donnerstag, der einen Teil der Verluste vom Wochenbeginn ausglich.

TERMINE AM FREITAG

  • Quartalszahlen Europa: Daimler Truck

  • Konjunkturdaten Deutschland: Verbraucherpreise Februar (endgültig), Baugenehmigungen, Inlandstourismus

  • 10:00 EZB-Direktor Panetta spricht zum Digitalen Euro bei einem Treffen der European Banking Federation

  • 11:30 Regierungs-PK

  • Konjunkturdaten USA: Arbeitsmarktdaten

  • 15:00 Anhörung von US-Finanzministerin Yellen im Ausschuss Ways and Means des Repräsentantenhauses

  • 16:00 Bundeskanzler Scholz trifft EZB-Präsidentin Lagarde (nicht medienöffentlich)

  • Ratingüberprüfung für Belgien (Fitch); Island (Fitch); Montenegro (Moody’s); Norwegen (S&P); Portugal (S&P); Serbien (Moody’s); Ukraine (S&P); Zypern (Fitch)

  • BoJ veröffentlicht Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats

  • Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses (endet Samstag)

  • Frankreichs Präsident Macron trifft britischen Premierminister Sunak

  • US-Präsident Biden trifft EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen im Weißen Haus

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