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Äthiopiens umstrittener Staudamm erfolgreich weiter aufgestaut

·Lesedauer: 1 Min.

ADDIS ABEBA (dpa-AFX) - Dank ergiebiger Regenfälle hat Äthiopien die zweite Auffüllstufe des künftig größten Staudamms Afrikas beendet. Der zuständige Wasserminister Seleshi Bekele teilte am Montag in Addis Adeba mit: "Heute hat das GERD-Wasserreservor Überflusslevel erreicht." Die nächste Etappe ist der Beginn der Stromerzeugung im Wasserkraftwerk.

Ägypten, Äthiopien und der Sudan streiten seit Jahren um den Großen Renaissance-Staudamm, den Äthiopien derzeit auf dem Blauen Nil bauen lässt. Auf ein Abkommen, wie der Stausee in Äthiopien befüllt und wie der weitgehend fertiggestellte Staudamm betrieben werden soll, konnten sich die drei Länder bislang nicht einigen.

Äthiopien hat eine rund 650 Kilometer lange Stromnetzleitung fertiggestellt, um den erzeugten Strom zu transportieren. Das Land am Horn Afrikas plant, während der Regenzeit bis zu 18,4 Milliarden Kubikmeter Wasser zu speichern.

Äthiopien braucht den Strom aus dem Wasserkraftwerk dringend für die wirtschaftliche Entwicklung. In Ägypten ist mit dem äthiopischen Staudamm die Sorge verbunden, dass Wasser im eigenen Land zunehmend knapp wird. Das Land deckt mehr als 90 Prozent seines Wasserbedarfs aus dem Nil. Kairo strebt vor der Inbetriebnahme des Staudamms ein rechtsverbindliches Abkommen an, das unter anderem einen angemessenen Wasserzufluss garantiert. Der Blaue Nil mündet in Khartum, der Hauptstadt des Nachbarlandes Sudan, in den Weißen Nil. Der Strom heißt dann Nil. Er fließt dann weiter Richtung Norden durch den Sudan und Ägypten bis ins Nildelta am Mittelmeer.

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