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Ärzte ohne Grenzen: Schwere Plünderungen in Tigrays Gesundheitssystem

·Lesedauer: 1 Min.

ADDIS ABEBA (dpa-AFX) - Im Tigray-Konflikt in Äthiopien hat es laut der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen flächendeckend Plünderungen und Angriffe auf das Gesundheitssystem der Region gegeben. Demnach wurden etwa 70 Prozent der rund 106 Gesundheitszentren geplündert und knapp ein Drittel beschädigt. Das geht aus einer Inspektion im Zeitraum zwischen Mitte Dezember 2020 und Anfang März 2021 hervor.

Nach Informationen der Hilfsorganisation von Montag schienen einige Zentren absichtlich zerstört worden zu sein. Ultraschallgeräte und Monitore im Adwa-Krankenhaus seien beispielsweise mutwillig zertrümmert worden. Nur noch 13 Prozent der Einrichtungen funktionieren demzufolge normal.

Jede fünfte von den Teams besuchte Gesundheitseinrichtung war von Soldaten besetzt, wie es von der Organisation hieß. "In Mugulat im Osten von Tigray nutzen eritreische Soldaten die Gesundheitseinrichtung weiterhin als Stützpunkt", teilte Ärzte ohne Grenzen in einer Erklärung mit. Krankenwagen seien entwendet worden - als Folge gebe es in Tigray praktisch kein Krankentransportsystem mehr. An den meisten Orten mangele es auch an medizinischem Personal.

Die Regierung in Addis Abeba hatte im November eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die bis dahin in der gleichnamigen Region im Norden Äthiopiens an der Macht war. Hintergrund waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung. Inzwischen sind weitere Akteure beteiligt, darunter eritreische Truppen und Milizen. Hunderttausende Menschen in Tigray sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, allerdings hatten Hilfsorganisationen wegen der Sicherheitslage und bürokratischer Hürdenlange keinen vollen Zugang zu allen Notleidenden. Die äthiopische Regierung hatte danach eine Öffnung zugesagt.