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Wirtschaft in Euro-Zone erholt sich im Sommer etwas schwächer

·Lesedauer: 2 Min.

Das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone hat sich im Sommer positiv entwickelt. Doch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus dämpfen die Aussichten für den Herbst.

Das Bruttoinlandsprodukt im Währungsraum stieg zwischen Juli und September in Rekordtempo um 12,6 Prozent zum Vorquartal. Foto: dpa
Das Bruttoinlandsprodukt im Währungsraum stieg zwischen Juli und September in Rekordtempo um 12,6 Prozent zum Vorquartal. Foto: dpa

Die Wirtschaft im Euro-Raum hat die Corona-Krise im Sommer nur vorübergehend etwas abgeschüttelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zwischen Juli und September in Rekordtempo um 12,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte und damit eine frühere Schätzung von 12,7 Prozent leicht revidierte. Nach dem beispiellosen Einbruch von 11,8 Prozent während des Lockdowns im Frühjahrs-Quartal erholte sich die Konjunktur damit zwar deutlich.

Doch die jüngsten Einschränkungen wegen stark steigender Infektionszahlen dürften die Konjunktur erneut bremsen. Spaniens Notenbank-Chef und EZB-Ratsmitglied Pablo Hernandez de Cos erwartet deshalb, dass die Europäische Zentralbank im Dezember ihre Wachstumsprognosen senkt

Bei der Aufholjagd im Sommer ging es bei der Wirtschaft in Deutschland mit 8,2 Prozent bergauf, in Frankreich mit 18,2 Prozent, in Italien mit 16,1 Prozent, in Spanien legte das BIP um 16,7 Prozent zu.

Allerdings führten die seit Oktober steigenden Infektionszahlen in vielen Ländern wieder zu teilweise massiven Einschränkungen - in Deutschland zum Teil-Lockdown im November. Dies schürt die Unsicherheit bei Wirtschaft und Verbrauchern und sorgt für weitere Konjunkturrisiken.

Die neuen Corona-Maßnahmen werden die Erholung der deutschen Wirtschaft nach Prognose der Bundesregierung dämpfen, aber nicht abwürgen. Die Konjunktur werde durch die Einschränkung vor allem der Konsummöglichkeiten einen Dämpfer erleiden, heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. "Solange die zusätzlichen Maßnahmen begrenzt bleiben können, spricht aber wenig dafür, dass der Aufholprozess im vierten Quartal insgesamt abbricht."

Dieser habe sich bis in den Oktober hinein fortgesetzt, auch wenn er sich angesichts des wieder aufgeflammten Pandemiegeschehens im In- und Ausland verlangsamt habe. Für das laufende Schlussquartal rechnen einige Experten damit, dass das BIP erneut sinken könnte - wenn auch nur leicht.

Im November müssen etwa Restaurants sowie Kinos und Theater geschlossen bleiben. Unklar ist, ob die Beschränkungen der sozialen Kontakte verlängert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel berät am Montag mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen. Beim Stand der Dinge seien "keine Lockerungen zu erwarten", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert..

Mehr: Lesen Sie hier, warum die Wirtschaftsweisen mahnen, dass die Coronakrise ist noch lange nicht vorbei ist.