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Von wegen nachhaltige Anlagen: Diese ETFs setzen auf Erdöl, Alkohol, Glücksspiel und Drogen

Manche Fonds haben sich auf bestimmte Nischen spezialisiert. - Copyright: Getty Images
Manche Fonds haben sich auf bestimmte Nischen spezialisiert. - Copyright: Getty Images

Viele Dinge in unserem Alltag sollen heute nachhaltig sein: unser Essen, unsere Kleidung – und am besten auch unsere Geldanlage. Daher gab es in den vergangenen Jahren ein größeres Interesse für sogenannte ESG-Investitionen. Die drei Buchstaben stehen für Enviromental, Social und Governance. Wenn ein Unternehmen oder ein Fonds also bestimmten Auflagen für Umwelt, Sozialstandards und Unternehmensführung erfüllt, darf es dieses Label führen.

Doch es gibt auch eine Gegenbewegung zu diesem Trend. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, setzen bestimmte Fonds, bewusst auf Branchen, die als anrüchig gelten. Als Beispiel nennt das Magazin den "BAD"-Fonds. Der trägt das "Böse" direkt im Namen, doch die drei Buchstaben sind auch eine Abkürzung für Betting (Sportwetten), Alkohol und Drogen. Demnach sind in dem Fonds Aktien von Casino-Betreibern wie MGM, der Brauereigigant Anheuser-Busch InBev oder das Cannabis-Unternehmen Aurora vertreten.

Wirklich "böse" sind viele der Fonds nicht

Die Performance des BAD-ETFs ist durchwachsen. Der Kurs ist von anfangs rund 15 Dollar auf 11 Dollar gefallen. Jedoch soll hinzugefügt werden, dass der Fonds erst im Dezember 2021 aufgelegt wurde und Aktienkurse weltweit seitdem eingebrochen sind. Mittel- und langfristig könnte der Kurs natürlich steigen. Erwähnt sei auch, dass die Kosten (TER) mit 0,75 Prozent relativ hoch sind. Zum Vergleich: Der bekannte MSCI World ETF liegt bei 0,2 Prozent.

Neben dem BAD-ETF gibt es andere Fonds, die ebenfalls auf das "böse" Image setzen. So gibt es eigene Fonds für die klimaschädliche Erdöl-Branche. Manche der Fonds sind aktiv gemanagt, andere sind Indexfonds, einige setzen auf einzelne Sektoren, andere wie der BAD-ETF auf mehrere Wirtschaftszweige.

Die Wahrheit ist: So böse sind viele der Fonds nicht. Öl-Unternehmen finden sich in vielen normalen ETFs, Brauereien laufen nicht per se nicht den ESG-Kriterien entgegen. So heben sich diese Fonds häufig nicht wirklich von herkömmlichen Investments ab – außer vielleicht durch das Marketing.

toh