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Warnstreiks legen Nahverkehr in großen Teilen von NRW lahm

·Lesedauer: 1 Min.

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Wegen Arbeitsniederlegungen werden zum Wochenauftakt in vielen Städten Nordrhein-Westfalens keine Busse und Bahnen fahren. Die Gewerkschaft Verdi rief zu ganztägigen Warnstreiks am Montag und Dienstag auf. Betroffen ist der Nahverkehr unter anderem in Düsseldorf, Köln, Düren, Hagen und Münster.

Arbeitsniederlegungen wird es auch in Essen und Mülheim geben - dort fahren nach Aussage der bei der Ruhrbahn am Montag und Dienstag keine Busse und Bahnen. Man rechne mit flächendeckenden Ausfällen der Verbindungen, sagte eine Verdi-Sprecherin.

Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Belegschaft. Die maximale Arbeitszeit im Fahrdienst soll von 12 auf 10 Stunden sinken, die Ruhezeit nach Schichtende soll von 10 auf 11 Stunden steigen. "Trotz Arbeitsverdichtungen durch das steigende Verkehrsaufkommen und daraus resultierend konstant hohen Krankenzahlen kommen die Arbeitgeber bisher nicht auf uns zu", sagte Peter Büddicker, Verdi-Landesfachbereichsleiter Verkehr in NRW. "Um die Zukunft des ÖPNVs zu sichern, brauchen wir dringend attraktivere Rahmenbedingungen."

Der Warnstreik betrifft ganz NRW, allerdings werden wohl nicht in allen Landesteilen die Bussen und Bahnen ausfallen. In Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Bielefeld und Solingen sollen nur die Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen bestreikt werden und nicht die Fahrverbindungen.