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Volatiles Börsendebüt: Coinbase startet mit Plus von 31 Prozent

Nils Jacobsen
·Wirtschaftsjournalist und Techblogger
·Lesedauer: 4 Min.

Es war der mit Abstand meisterwartete Börsengang des Jahres: Coinbase debütierte per Direktlisting an der Nasdaq. Nach einem spektakulären Handelsstart setzten Gewinnmitnahmen das Papier unter Druck. Die Zukunftsaussichten sind eng mit dem Bitcoin verknüpft.

Coinbase profitiert vom Bitcoin-Höhenflug
Coinbase profitiert vom Bitcoin-Höhenflug

Es ist ein Kapitel moderner Wirtschaftsgeschichte: Die größte amerikanische Kryptobörse ist nun selbst an der Börse. Das Timing für das Coinbase-IPO hätte günstiger nicht sein können: Einen Tag vor dem Debüt an der Technologiebörse war die Krypto-Leitwährung Bitcoin aus ihrer einmonatigen Konsolidierung ausgebrochen und hatte bei knapp unter Kursen von 65.000 Dollar neue Allzeithochs aufgestellt.

Mit entsprechend viel Rückenwind startete das 2012 in San Francisco gegründete Unternehmen am Mittwoch an der Technologiebörse Nasdaq unter dem Tickersymbol COIN. Und das auf eher ungewöhnliche Art und Weise: nämlich nicht per klassischem IPO, bei dem im Vorfeld Aktien gezeichnet werden können, sondern per Direktlisting.

Kurssprung von 52 Prozent zu Handelsbeginn

Entsprechend furios starteten die Anteilsscheine. Nachdem der Referenzkurs für die Coinbase-Aktie im Vorfeld noch bei 250 Dollar festgelegt worden war, leuchteten zur Erstnotiz an der Nasdaq sofort Kurse von 381 Dollar auf. Nach dem Kurssprung von 52 Prozent betrug der Börsenwert von Coinbase aus dem Stand mehr als 100 Milliarden Dollar.

Anleger, bei denen die Torschlusspanik einsetzte, trieben den Kurs der mit Abstand wertvollsten amerikanischen Handelsplattform für Kryptowährungen in der Spitze bis auf Kurse von 430 Dollar – dann setzte die Verkaufswelle ein. Zwei Stunden nach dem Handelsstart wurden die Anteilsscheine der hoch gewetteten Kryptomarktplatz-Aktie plötzlich nur noch zu Kursen von 310 Dollar gehandelt.

Bewertung von 85 Milliarden Dollar nach Achterbahnfahrt

Nachdem Schnäppchenjäger zugriffen, beendete Coinbase den ersten Handelstag nach einer wilden Achterbahnfahrt schließlich zu Kursen von 328 Dollar, die wiederum einem Plus von 31 Prozent gegenüber dem Referenzkurs, aber ebenfalls einem Minus von 14 Prozent gegenüber der Erstnotiz entsprechen. Auf Basis des Schlusskurses wird das Tech-Unternehmen aus San Francisco mit rund 85 Milliarden Dollar bewertet.

Möglich gemacht hat die Bewertung eine zuletzt schier unglaubliche Geschäftsentwicklung, die CEO Brian Armstrong vorvergangene Woche offenbarte. So haben sich die Umsätze im ersten Quartal mal eben auf 1,8 Milliarden Dollar verzehnfacht, während der Nettogewinn um den Faktor 25 explodierte: von 32 auf 800 Millionen Dollar.

James Cramer: „Coinbase ist ein Langfristinvestment“

An der Wall Street war das Debüt von Coinbase, das gleichzeitig den größten Börsengang des Jahres markiert, entsprechend das Thema des Tages. Für CNBC-Marktkommentator James Cramer fiel der Handelsstart überraschend verhalten aus.

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„Wenn Sie wie ich ein großer Anhänger von Kryptowährungen sind, kaufen Sie etwa Coinbase langfristig, idealerweise unter 475 Dollar“, hatte Cramer im Finanzinformationssender am Tag vor dem Direktlisting gesagt. Nach dem Absturz von in der Spitze 120 Dollar ergänzte Cramer. „Coinbase ist ein Langfristinvestment. Wir glauben, es geht deutlicher höher. Wer es (das Unternehmen – Anmerkung der Redaktion) nach den heutigen Kursen einschätzt, ist ein Narr“, twitterte Cramer.

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Dass die Kursturbulenzen selbst erfahrene Anleger aus der Bahn werfen könne, musste Marketing-Guru Scott Galloway erfahren, der selbst gern immer die Zukunftsaussichten von Technologie-Unternehmen bewertet. 

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"Heute erstes Krypto-Investment. Habe Coinbase zur Eröffnung bei 383 Dollar gekauft und wieder bei 330 Dollar verkauft", twitterte Galloway, der seine Order offenbar mit Stop-Loss platziert hatte. "Das macht mich wohl zur ersten Person, die mit Krypto (bisher) Geld verloren hat. Muss man erst mal schaffen", twitterte der omnipräsente Bestseller-Autor in gewohnt selbstironischer Manier.