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Ich versteckte meine Tattoos beim Bewerbungsgespräch – deshalb solltet ihr das auch tun

Neben ihrem Job im Vertrieb betreibt Ashley Kentner auch ein Tattoo-Studio. - Copyright: High Hopes Tattoo Studio.
Neben ihrem Job im Vertrieb betreibt Ashley Kentner auch ein Tattoo-Studio. - Copyright: High Hopes Tattoo Studio.

Viele Menschen entscheiden sich ganz selbstverständlich für ein Tattoo. Aber besonders am Arbeitsplatz werden die Kunstwerke unter der Haut häufig stigmatisiert.

Eine Tiktok-Nutzerin ging vergangene Woche viral. Sie behauptete, ihre sichtbaren Tätowierungen könnten der Grund dafür gewesen sein, dass sie für einen Job beim Modediscounter T.J. Maxx, der in Deutschland T.K. Maxx heißt, abgelehnt wurde.

Laut der Marktforschungs- und Datenplattform Gitnux ist die Zahl der Menschen in den USA, die tätowiert sind, von 23 Prozent im Jahr 2020 auf geschätzte 30 Prozent im Jahr 2023 gestiegen. Doch auch hierzulande ist die Körperkunst beliebt. Eine Umfrage des Magazins "Playboy" zeigte, dass 73 Prozent der Deutschen mindestens ein Tattoo haben. Außerdem wird die globale Tattoo-Industrie laut Gitnux von 1,89 Milliarden Dollar im Jahr 2022 auf 3,55 Milliarden Dollar im Jahr 2029 anwachsen.

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Dennoch bleibt umstritten, ob Tätowierungen die Beschäftigungsfähigkeit beeinträchtigen.

Ashley Ketner arbeitet hauptberuflich im Vertrieb, wo sie stolz bunte Tattoos auf ihren Armen, Beinen, ihrem Rücken und ihrem Kopf zeigt.

Im Gespräch mit Business Insider sagte Ketner, sie lasse sich regelmäßig neue Tattoos stechen, da sie ihre Tätowierungen als "persönliche Kunstsammlung" betrachte. Aber sie verdeckte ihre Tattoos, um ihren jetzigen Job zu bekommen und sie rät anderen, das auch zu tun.

Ketner sagt, man sollte alles tun, was man tun muss, um den Job zu bekommen

Ketner arbeitet remote in der Vertriebsabteilung eines in North Carolina ansässigen Technologieunternehmens. Dort fing sie vor mehr als neun Jahren zunächst als Mitarbeiterin in Präsenz an.

In ihrer Freizeit leitet Ketner High Hopes. Das ist ein Tattoo-Studio in New York City, das die queere Community feiert.

Ashley Kentner hat Tattoos an den Armen, Beinen, am Kopf und am Rücken. - Copyright: Meg Wright
Ashley Kentner hat Tattoos an den Armen, Beinen, am Kopf und am Rücken. - Copyright: Meg Wright

Ketner sagte, dass sie bereits ein Sleeve Tattoo hatte, bevor sie 2016 als Kundenbetreuerin eingestellt wurde. Aber sie versteckte das Tattoo während des Vorstellungsgesprächs.

Schließlich zeigte sie es ihrem Arbeitgeber – aber erst, nachdem sie eingestellt worden war. Während ihres ersten Jahres im Unternehmen färbte sie sich auch die Haare lila.

"Ich wollte niemandem einen Grund geben, auf etwas anderes zu achten als auf die Worte, die ich während des Vorstellungsgesprächs gesprochen habe", sagte Ketner.

"Die harte Realität ist, dass einige Menschen die Tattoo-Kultur immer noch nicht verstehen und vielleicht einige Vorurteile darüber haben, was stark tätowierte Menschen repräsentieren", fügte sie hinzu.

Es sei zwar wichtig, bei der Arbeit "authentisch" sein zu können, so Ketner. Aber man müsse auch sein Publikum verstehen und bedenken, ob die Tätowierungen eine Chance ruinieren könnten.

"Ich habe den Job natürlich aufgrund meiner Referenzen bekommen und schon kurz nach meiner Einstellung waren meine Tattoos deutlich zu sehen. Mein Ratschlag wäre: Tut alles, was ihr tun müsst, um die Stelle zu bekommen!"

Wenn ihr bereits angestellt seid, ist eine offene Kommunikation wichtig

Ketner sagte, dass eine offene Kommunikation die beste Vorgehensweise ist, wenn ihr bereits angestellt seid und darüber nachdenkt, euch ein sichtbares Tattoo stechen zu lassen.

Sie sagte, ihr solltet die Idee mit eurem Vorgesetzten besprechen, um sicherzustellen, dass ihr nicht gegen die Richtlinien eures Unternehmens verstoßt.

In der Regel sei ein persönliches Gespräch am besten geeignet, um herauszufinden, wie euer Vorgesetzter über das Thema denkt. Vor allem könnt ihr das an dessen Körpersprache sehen.

Wenn ihr eine neue Tätowierung nicht bekanntgeben wollt oder wenn sie nicht erlaubt ist, wäre eine andere Lösung, eine Stelle dafür zu wählen, die sich leicht verdecken lässt, sagte Ketner. Sie ergänzte, dass Oberschenkeltätowierungen dafür eine gute Option seien.

"Behaltet eure Tattoos unterhalb eurer Kleidung", sagte sie.

"Es gibt einige Produkte, die ihr verwenden könnt, um sie zu verdecken. Aber das ist aufwendig. Ich hoffe, dass euch jemand wenigstens viel Geld dafür zahlt, dass ihr euch das jeden Tag antut", sagte Ketner.

"Es wäre besser, Arbeitgebende zu finden, die euch so akzeptieren, wie ihr seid."

Lest den Originalartikel auf Business Insider.