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Verschärfte Einreise-Regelungen in China: Deutsche Industrie in Sorge

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BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Industrie befürchtet wegen verschärfter Einreise-Regelungen in China negative Folgen für ihr Geschäfte. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, sagte am Dienstag in Berlin: "Es besteht das Risiko, dass die neue Verpflichtung, mehrfach, vor allem auch bei Flügen mit Transit-Stationen, zu testen, wichtige Geschäftsreisen gänzlich unmöglich macht." In der Praxis bedeuteten die Einschränkungen für viele Unternehmen einen faktischen Einreisestopp. China ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.

Angesichts steigender Corona-Infektionen in vielen Ländern hat China seine Einreisebestimmungen auch für Deutschland verschärft. Es handele sich um eine vorübergehende Maßnahme, die China wegen der Pandemie ergreifen müsse, hatte der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin am vergangenen Donnerstag gesagt. Seit Freitag müssen Reisende aus Deutschland sowie aus weiteren von der Pandemie besonders betroffenen Ländern Behördenangaben zufolge vor einem Flugantritt nach China zunächst einen negativen Corona- sowie Antikörper-Test vorweisen.

Lang sagte, die neuen Bestimmungen belasteten die Geschäftstätigkeit der deutschen Industrie im wichtigen chinesischen Markt sehr. "Ingenieure können Anlagen nicht in Betrieb nehmen, Service-Techniker nicht deren reibungslose Funktion gewährleisten, Vertriebsmitarbeiter nicht ihre chinesischen Kunden vor Ort beraten und bedienen. Die Folgen der mittel- und langfristigen Einschränkungen gehen zulasten unserer Unternehmen."

Regierungen müssten sich dafür einsetzen, die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. "Unsere globalisierte und integrierte Welt ist allerdings auch in Pandemiezeiten auf einen möglichst uneingeschränkten Personenverkehr angewiesen."

China hatte mit strengen Maßnahmen wie Massentests, strikter Quarantäne, genauer Nachverfolgung von Kontaktpersonen und Einreisebeschränkungen das Virus weitgehend unter Kontrolle gebracht. Seit Monaten verzeichnet das bevölkerungsreichste Land der Erde, wo die ersten Infektionen mit dem Coronavirus im Dezember vergangenen Jahres bekannt wurden, nur noch wenige, lokale Ausbrüche.