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Autogipfel im Kanzleramt: Erhöhte E-Auto-Prämie wird offenbar verlängert

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Die aufgestockte Prämie soll laut einem Bericht bis 2025 erhältlich sein. Demnach wird sie aber ab 2022 in zwei Stufen reduziert.

Die Förderung für E-Autos erreichte in diesem Jahr eine Rekordnachfrage. Foto: dpa
Die Förderung für E-Autos erreichte in diesem Jahr eine Rekordnachfrage. Foto: dpa

Die aufgestockte Kaufprämie für Elektro-Autos wird offenbar über 2021 hinaus bis 2025 verlängert. Das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungs- und Branchenkreise. Allerdings werde sie ab 2022 dann in zwei Stufen reduziert.

Noch stärker gekürzt oder gar gestrichen wird demnach die Extra-Prämie für sogenannten Plug-in-Hybride, die auch mit Benzin oder Diesel fahren können. Ihr Klimaeffekt ist umstritten.

Das federführende Wirtschaftsministerium wollte sich nicht zu den Details äußern. Eine Sprecherin verwies aber auf Äußerungen von Ressortchef Peter Altmaier (CDU), der sich für eine Verlängerung der Prämie eingesetzt habe. Branchen- und Regierungsvertreter treffen sich am Dienstag bei Kanzlerin Angela Merkel zu einem Autogipfel.

Die reguläre Kaufprämie für E-Autos in Höhe von 3000 Euro von staatlicher Seite ist ohnehin bis 2025 festgelegt. Die Verdopplung auf 6000 Euro war im Zuge der Coronakrise beschlossen und bis Ende 2021 befristet worden. Sie gilt für Autos bis zu einem Kaufpreis von 40.000 Euro und wird durch eine Prämie von 3000 Euro durch die Hersteller ergänzt.

Zudem berichtet Reuters unter Berufung auf Kreise, dass sich abzeichne, dass die umstrittene Abwrackprämie für moderne Diesel-Lkw der Euro VI-Norm eingeführt wird. Die Branche hat besonders herbe Einbrüche verzeichnet. Das Umweltministerium war hier skeptisch, wird aber einlenken, zitiert die Nachrichtenagentur Regierungskreise.

Die im Sommer schon einmal ausgeweitete Kaufprämie für E-Autos führte im Oktober zu einem Rekord von 32.324 Förderanträgen in Deutschland – drei Mal so viele wie vor einem Jahr.

Mehr: Ab Januar wird ein Klimapreis fürs Heizen und Autofahren fällig. Berechnungen zeigen: Viele Verbraucher müssen mit großen Belastungen rechnen.