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Verbraucherzentrale-Marktcheck zum Nutri-Score

Der Nutri-Score soll Verbrauchern Orientierung bieten. Doch nicht einmal die Hälfte von rund 1500 untersuchten Lebensmitteln trägt die Nährwertkennzeichnung, wie die Verbraucherzentrale bei einem Marktcheck feststellte.

Der Nutri-Score soll Verbrauchern beim Einkauf helfen. (Bild: Getty Images)
Der Nutri-Score soll Verbrauchern beim Einkauf helfen. (Bild: Getty Images)

Welche Lebensmittel sind gut für eine ausgewogene Ernährung? Der Nutri-Score soll Verbrauchern helfen, das schnell zu erkennen. Das System zeigt mittels eines Ampelsystems mit einer Einteilung von A bis E auf einen Blick, wie viel günstige und ungünstige Inhaltsstoffe in einem Produkt stecken.

Als ungünstig werden etwa der Kaloriengehalt, Zucker, gesättigte Fettsäuren und Salz bewertet. Günstig auf die Berechnung wirken sich Proteine, Ballaststoffe sowie Obst, Gemüse und Nüsse aus. So ergibt sich der jeweilige Nutri-Score mit A für die beste und E für die schlechteste Qualität.

In Deutschland war die für Hersteller freiwillige Kennzeichnung erstmals Anfang 2019 im Lebensmittelhandel zu finden. Was hat sich seitdem getan? Das wollte die Verbraucherzentrale herausfinden und hat bereits zum zweiten Mal in einem bundesweiten Marktcheck Lebensmittel überprüft.

Pizzas schnitten am besten ab

1452 Produkte wie Brote und Brötchen, Pizzas, Milch und Milchgetränke, Pflanzendrinks und Cerealien flossen in den diesjährigen Marktcheck mit ein.

Das Ergebnis lässt zu wünschen übrig: Nur 40 Prozent der untersuchten Produkte trugen den Nutri-Score. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil um sieben Prozent.

Am häufigsten fanden die Tester den Nutri-Score bei Pizzas, 118 von 169 Produkten trugen die Kennzeichnung. Am seltensten war der Nutri-Score bei Cerealien und Milchprodukten mit einem Anteil von jeweils 28 Prozent zu finden.

Verbraucherzentrale fordert Pflichtkennzeichnung

Das ist eine vertane Chance für Konsumenten, findet die Verbraucherzentrale. "Wir fordern in Sachen Nutri-Score mehr Tempo von der Lebensmittelindustrie", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg "Die farbige Nährwertkennzeichnung kann ihre Aussagekraft innerhalb einer Produktgruppe wesentlich besser entfalten, wenn sie flächendeckend eingesetzt wird. Doch die Einführung geht nur langsam voran. Deshalb sollte der Nutri-Score europaweit zur Pflicht werden."

Eventuell Änderungen beim Grundprinzip der Berechnung

Ebenfalls kritisieren die Verbraucherschützer das Grundprinzip der Berechnung für den Nutri-Score. Aktuell werden positive und negative Nährstoffe miteinander verrechnet, was dazu führen könne, dass etwa Cerealien trotz hoher Zuckergehalte einen guten Nutri-Score bekommen.

2023 könnte sich das ändern, denn es seien strengere Bewertungen für Zucker, Salz und Ballaststoffe in Aussicht gestellt. Das soll dafür sorgen, dass etwa hohe Zuckermengen nicht mehr einfach ausgeglichen werden können. "Diese geplanten Veränderungen haben wir gefordert, denn durch sie wird die Nährstoffzusammensetzung durch den Nutri-Score noch besser abgebildet", so Valet.

Aber immerhin hat der Nutri-Score offensichtlich auch zu einem Umdenken bei manchen Herstellern geführt. „Erfreulich ist, dass Anbieter bei etwa einem Zehntel der untersuchten Produkte die Nährstoffzusammensetzung im Laufe des Jahres verbessert haben“, so Valet.

Den vollständigen Bericht zum durchgeführten Marktcheck und weitergehende Informationen finden Sie hier auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg.

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