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Vatikan soll Millionen-Kredit mit wohltätigen Vermögenswerten zurückgezahlt haben

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Im Skandal um Spekulationen mit Spendengeldern durch den Heiligen Stuhl werden neue Vorwürfe laut. Mit gemeinnützen Geldern soll er ein Darlehen beglichen haben.

Schon länger ist der Vatikan in einen umfassenden Finanzskandal verwickelt. Foto: dpa
Schon länger ist der Vatikan in einen umfassenden Finanzskandal verwickelt. Foto: dpa

Der Vatikan hat wohl gemeinnützige Vermögenswerte verkauft, um ein Darlehen in Höhe von 242 Millionen Euro an die Schweizer Bank Credit Suisse zurückzuzahlen. Das berichtet die britische Zeitung „Financial Times“.

Das Darlehen war demnach teilweise zur Finanzierung eines luxuriösen Londoner Immobilienprojektes verwendet worden. Das Investment habe der katholischen Kirche nach Angaben des Vatikans allerdings „enorme Verluste“ eingebracht, wie die Zeitung unter Berufung auf Insider schreibt.

Laut Financial Times wurde das von der Credit Suisse gewährte Darlehen durch ein Portfolio von Vermögenswerten besichert, die nach Angaben des Heiligen Stuhls aus Spenden stammten.

Immer wieder kommen derartige Details ans Licht. Schon länger ist der Vatikan in einen umfassenden Finanzskandal verwickelt, dessen zentraler Vorwurf ist, dass der Kirchenstaat mit Spendengeldern spekuliert habe. Der hat das wiederholt bestritten. Allerdings wurden im Zuge des Skandals bereits mehrere Mitarbeiter des Vatikans vom Dienst suspendiert.

In dem Bericht der Financial Times heißt es weiter unter Berufung auf einen Insider, der Vatikan sei von der Credit Suisse nicht gezwungen worden, Vermögenswerte zu verkaufen, sondern habe sich freiwillig dafür entschieden, seine Schulden bei der Bank zu reduzieren. Der Heilige Stuhl versuche, sein Kreditrisiko zu mindern.