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USA: Stimmung im Dienstleistungssektor trübt sich stärker als erwartet ein

·Lesedauer: 1 Min.

TEMPE (dpa-AFX) - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im Oktober stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 56,6 Punkte, wie das Institut am Mittwoch in Tempe mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem leichteren Rückgang auf 57,5 Punkte gerechnet.

Der Indikator notiert damit aber weiterhin deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Im April war der Einkaufsmanagerindex angesichts der Corona-Krise auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2009 abgesackt. Der Dienstleistungssektor wurde durch das Herunterfahren der wirtschaftlichen Aktivität in der Corona-Krise besonders stark getroffen. Seitdem setzte eine deutliche Erholung ein. Zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus aber wieder merklich gestiegen.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen. Der Indikator deutet also im Oktober auf eine merkliche Belebung der wirtschaftlichen Aktivität hin.

Gefallen ist im Oktober der Unterindikator für neue Aufträge. Er liegt mit 58,8 Punkten aber weiter merklich über der Wachstumsschwelle. Gesunken ist auch der Beschäftigungsindex. Er signalisiert mit 50,1 Punkten eine stabile Beschäftigungslage.