Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.930,32
    -24,16 (-0,13%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.955,01
    -11,67 (-0,23%)
     
  • Dow Jones 30

    38.001,38
    -457,70 (-1,19%)
     
  • Gold

    2.372,90
    +0,20 (+0,01%)
     
  • EUR/USD

    1,0651
    -0,0080 (-0,75%)
     
  • Bitcoin EUR

    64.035,36
    -2.004,25 (-3,03%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    85,98
    +0,96 (+1,13%)
     
  • MDAX

    26.576,83
    -126,35 (-0,47%)
     
  • TecDAX

    3.326,26
    -28,04 (-0,84%)
     
  • SDAX

    14.348,47
    -153,01 (-1,06%)
     
  • Nikkei 225

    39.523,55
    +80,92 (+0,21%)
     
  • FTSE 100

    7.995,58
    +71,78 (+0,91%)
     
  • CAC 40

    8.010,83
    -12,91 (-0,16%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.180,20
    -262,00 (-1,59%)
     

USA und Kanada bitten Containerschiffe vor Seattle und Vancouver langsamer zu fahren, um bedrohte Orca-Wale zu schützen

Ein Tempolimit für Containerschiffe soll die bedrohten Südlichen Schwertwale vor den Häfen von Seattle und Vancouver schützen. - Copyright: Getty Images
Ein Tempolimit für Containerschiffe soll die bedrohten Südlichen Schwertwale vor den Häfen von Seattle und Vancouver schützen. - Copyright: Getty Images

In der Logistik gilt: Zeit ist Geld. Auch in der weltweiten Containerschifffahrt versuchen die Reedereien, die Fahrt- und Liegezeiten immer weiter zu optimieren. Umso ungewöhnlicher ist daher ein Versuch vor den benachbarten Seehäfen Seattle (USA) und Vancouver (Kanada). Dort werden die Kapitäne von Containerschiffen, Fähren, Tankern und anderen Frachtschiffen gebeten, ihre Fahrt zu verlangsamen, um die stark gefährdeten Orka-Wale in der Region zu schützen, die Südlichen Schwertwale.

Gestartet hatte den Versuch die Vancouver Fraser Port Authority in Kanada. Nun folgt die südlich gelegene Hafenstadt Seattle in den USA. Dort fordert die staatlich finanzierte Initiative Quiet Sound Schiffe auf, ihre Geschwindigkeit bei der Durchfahrt durch einen 20 Meilen (rund 30 Kilometer) langen Abschnitt des Puget Sounds freiwillig um 30 bis 50 Prozent zu verringern, wie das "NorthWest News Network" berichtete

Ziel ist es, die Lärmbelastung und damit die Störung der lokalen Population der Südlichen Schwertwale (Southern Resident Orcas) zu verringern. Die in sozialen Gruppen lebenden Orcas sind bei der Navigation und der Jagd nämlich auf Echoortung angewiesen. Diese kann durch den Lärm großer vorbeifahrender Schiffe gestört werden.

WERBUNG

"Wenn große Schiffe ihre Geschwindigkeit drosseln, verringern sie den von ihnen verursachten Unterwasserlärm, und weniger Unterwasserlärm bedeutet einen besseren Lebensraum für die gefährdeten Südlichen Schwertwale", sagte Rachel Aronson, die Programmdirektorin von Quiet Sound.

Durch die Verlangsamung könnte sich die Reisezeit der Schiffe um zehn Minuten bis zu einer Stunde verlängern, sagte Aronson der "Washington Post". Der Versuch soll zunächst vom 24. Oktober bis zum 22. Dezember laufen.

Quiet Sound wurde im Juni 2021 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Auswirkungen großer Containerschiffe auf die Population der Südlichen Schwertwale im Bundesstaat Washington zu verstehen und zu verringern. Nach Angaben der US-Umweltschutzbehörde gab es im Dezember 2020 nur noch 74 Südliche Schwertwale in freier Wildbahn.

Der Artikel erschien zuerst bei Business Insider in den USA. Das Original findet ihr hier.