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Untersuchung: Kosten für Bahnfahren stärker gestiegen als fürs Auto

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Kosten für Bahnpendler sind in den vergangenen Jahren laut einer Untersuchung deutlich stärker gestiegen als die für Autofahrer. Bahnnutzer im Nahverkehr zahlten demnach im vergangenen Jahr im Schnitt 16 Prozent mehr als noch 2015. Autofahren verteuerte sich dagegen um lediglich vier Prozent, wie aus einer am Freitag vorgelegten Analyse des Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene hervorgeht. Grundlage sind Daten des Statistischen Bundesamts. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Laut Allianz pro Schiene liegt die Differenz vor allem daran, dass die Fahrkartenpreise im Bahnverkehr in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Bei den Kosten für Pkw sind die Spritpreise enthalten, aber auch Kosten etwa für die Anschaffung, Versicherungen, Kfz-Steuer und Reparatur. Konkret ist die Grundlage der Verbraucherpreisindex vom Statistischen Bundesamt.

"Es ist nicht hinnehmbar, dass die Kosten für den klimafreundlichen Nahverkehr auf der Schiene stärker zunehmen als die für den motorisierten Individualverkehr mit seiner hohen Belastung der Umwelt und der Gesellschaft insgesamt", kommentierte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. "Wer sich für ein umweltfreundliches Verkehrsmittel entscheidet, darf dafür nicht finanziell bestraft werden."

Flege forderte faire Wettbewerbsbedingungen im Verkehr. So müssten die Bahnen von der Stromsteuer befreit und die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms für elektrisch betriebene Züge deutlich gesenkt werden: "Mit fairen Wettbewerbsbedingungen wäre der Öffentliche Verkehr für viele Menschen noch attraktiver."

Analysen der Allianz pro Schiene zeigten, dass die Mehrwertsteuer-Entlastung im Bahn-Fernverkehr bei den Verbrauchern angekommen sei. So seien die Preise im Fernverkehr auf der Schiene 2020 um 15,4 Prozent gesunken. Die Schiene spielt eine wichtige Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, wie auch deutlich mehr Elektroautos.