Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 16 Minuten
  • Nikkei 225

    27.425,47
    +42,91 (+0,16%)
     
  • Dow Jones 30

    33.978,08
    +28,68 (+0,08%)
     
  • BTC-EUR

    21.847,45
    +435,34 (+2,03%)
     
  • CMC Crypto 200

    539,54
    +22,53 (+4,36%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.621,71
    +109,31 (+0,95%)
     
  • S&P 500

    4.070,56
    +10,13 (+0,25%)
     

UN-Studie: Sedimente lassen Speicherkapazität von Staudämmen sinken

HAMILTON (dpa-AFX) -Durch den Eintrag von Sedimenten drohen große Staudämme weltweit einer UN-Studie zufolge bis 2050 im Mittel rund ein Viertel ihrer ursprünglichen Speicherkapazität zu verlieren. Der geschätzte Verlust gegenüber der ursprünglichen Kapazität summiere sich bei den rund 50 000 berücksichtigten Anlagen auf 1,65 Billionen Kubikmeter, was in etwa dem jährlichen Wasserverbrauch von Indien, China, Indonesien, Frankreich und Kanada zusammen entspreche, teilte die Universität der Vereinten Nationen am Mittwoch mit. Das Ausmaß der Verluste sei beunruhigend, zumal die Welt bereits mit einer Reihe weiterer Wasserversorgungsprobleme konfrontiert sei.

Staudämme schränken den natürlichen Sedimenttransport der Flüsse ein. Durch die abgelagerten Sedimente verlanden viele Stauseen nach und nach. Der Eintrag in die Speicherbecken sei zu einer der bedeutendsten Herausforderungen für die weltweite Wasserspeicher-Infrastruktur geworden, berichtet das Team um Duminda Perera vom Institut für Wasser, Umwelt und Gesundheit der United Nations University (UNU-INWEH) in Hamilton (Kanada).

"Der Rückgang der verfügbaren Speicherkapazität bis 2050 in allen Ländern und Regionen wird viele Aspekte der Volkswirtschaften in Frage stellen, darunter die Bewässerung, die Stromerzeugung und die Wasserversorgung", sagte Perera. Der im Fachjournal "Sustainability" vorgestellten Studie zufolge liegt Deutschland auf Platz 6 der 42 betrachteten europäischen Länder. Stauseen hierzulande haben demnach bereits rund 24 Prozent ihres ursprünglichen Fassungsvermögens verloren. Bis 2050 können der Verlust auf fast 35 Prozent steigen.