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AKTIE IM FOKUS: Salzgitter-Kurs bricht ein wegen gekappter Prognosen

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Aktien von Salzgitter DE0006202005 sind am Dienstag im Tagesverlauf wegen eines gekappten Jahresausblicks eingebrochen. Zuletzt betrug der Kursrutsch 11,7 Prozent auf 21,50 Euro, nachdem der Stahlkonzern sein Ziel für den Vorsteuergewinn auf 100 bis 175 Millionen Euro eingestampft hatte. Bisher waren 250 bis 300 Millionen Euro angepeilt worden. Der Kurs erreichte das tiefste Niveau seit Oktober 2022.

Die deutsche Wirtschaft könne nicht an den Aufschwung in anderen Industriestaaten anknüpfen, hieß es am Dienstag vom Unternehmen. Die Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Halbjahr steige - mit unmittelbarem Einfluss vor allem auf die stahlnahen Konzernbereiche. Hinzu kommt, dass Salzgitter den Umsatz jetzt bei 10,5 Milliarden Euro sieht und damit am unteren Ende der zuvor avisierten Spanne, die bis 11 Milliarden Euro reichte.

Ein Händler sprach von einer "heftigen Gewinnwarnung" mit neuen Zielen deutlich unter den Markterwartungen. Ähnlich fiel das Fazit bei der Baader Bank aus. Deren Experte Christian Obst merkte kritisch an, die deutliche Senkung der Ziele komme gerade einmal sieben Wochen nach der Bekanntgabe des Ausblicks.

Laut Cole Hathorn vom Investmenthaus Jefferies Research verzögert die Konjunkturlage in Deutschland die Auftragsentwicklung. Dies wiege bei Salzgitter im Branchenvergleich wegen des hierzulande stärkeren Engagements besonders schwer. Für Wettbewerber wie ArcelorMittal LU1598757687 oder SSAB SE0000171100 sei dies von weniger großer Bedeutung. Deren Papiere gerieten am Dienstag auch nicht groß unter Druck.

Durch den Kursrutsch bei Salzgitter nahm eine bisher schon schwache Kursentwicklung in diesem Jahr ihren Lauf. Mit einem Abschlag, der mittlerweile mehr als 23 Prozent beträgt, zählen die Titel nun zu den zehn schwächsten SDax-Werten. Die Papiere von Thyssenkrupp, die im MDax enthalten sind, gaben am Dienstag auch weniger deutlich um 1,6 Prozent nach. Ihr Jahresminus liegt damit nun auch bei etwa 23 Prozent.