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Uhrenindex: Gewinnen Rolex und Co. am Zweitmarkt wieder an Wert?

Luxusuhren wurden in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Geldanlage. - Copyright: Isabel Infantes/picture alliance
Luxusuhren wurden in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Geldanlage. - Copyright: Isabel Infantes/picture alliance

Statussymbol und Geldanlage in einem: Luxusuhren schienen in den vergangenen Jahren eine überaus rentable Investition zu sein. Abgesehen von ihrem Prestige für Anzugträger, erfuhren viele Uhren auf dem Gebrauchtmarkt enorme Wertsteigerungen. Doch dann wendete sich das Blatt. Im Februar 2023 brachen die Preise für Uhren am Zweitmarkt um rund 19 Prozent im Vergleich zu Vorjahr ein. Das ergab eine Analyse von Chrono24.

Der enorme Wertverlust bei Marken wie Rolex, Patek Philippe oder Audemars Piquet habe sich 2024 zwar nicht fortgesetzt, so das Ergebnis, doch das Preisniveau bleibe weiterhin niedrig. Dennoch ist es in den vergangenen vier Wochen zu einem moderaten Preisanstieg gekommen. Bedeutet das eine Trendwende?

Während die Preise der relevanten Uhrenhersteller zwischen Februar 2022 und Februar 2023 um fast ein Fünftel einbrachen, belief sich der Wertverlauf in diesem Jahr nur auf 2,8 Prozent. In den vergangenen vier Wochen stiegen die Preise im Durchschnitt sogar leicht an. Diese Werte basieren auf dem ChronoPulse-Uhrenindex. Dieser wurde von Chrono24, einem Online-Händler für Luxusuhren, entwickelt und beruht auf den realen Verkaufszahlen des Sekundärmarktes.

Zwischen 2019 und 2022 kam es im Luxusuhrensegment zu enormen Wertsteigerungen. - Copyright: ChronoPulse
Zwischen 2019 und 2022 kam es im Luxusuhrensegment zu enormen Wertsteigerungen. - Copyright: ChronoPulse

Luxusuhren und der Zweitmarkt

Warum Sekundärmarkt? Für Menschen, die noch nie eine Luxusuhr erworben haben, ist das womöglich nicht selbstverständlich. Uhren von Rolex und anderen Luxusmarken sind nicht nur teuer, sondern wortwörtlich auch exklusiv. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtete, sei das die Folge einer gezielten Steuerung der Hersteller. Demnach gäbe es Schätzungen, wonach Rolex pro Jahr etwa eine Million Uhren produziere. Von einigen Modellen werden sogar nur ein paar hundert Anfertigungen verkauft. Darüber hinaus können Lieferengpässe für eine zusätzliche Verknappung sorgen.

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So entstehen bei den Primärhändlern oftmals lange Wartezeiten. Diese treiben Käufer auf den Gebrauchtmarkt, wo aufgrund des geringen Angebots mitunter deutlich höhere Preise verlangt werden. Damit gelten die Preise auf dem Zweitmarkt als Indikator für die Wertentwicklung. Laut "FAZ" habe das Interesse an Luxusuhren in der Pandemie deutlich zugenommen, genauso wie die Zahl der Transaktionen auf dem Gebrauchtuhrenmarkt.

Uhrenindex: Kommt eine Trendwende?

Chrono24 betrachtet in seinem Uhrenindex jeweils die zehn umsatzstärksten Uhrenmodelle der 14 umsatzstärksten Hersteller. Dazu zählen neben Rolex und Patek Philippe auch Marken wie Omega, Breitling oder Cartier. Dass Primär- und Sekundärmarkt dabei eng zusammenhängen, konnte man in den vergangenen Monaten beobachten.

Einige Marken, wie beispielsweise Omega, hätten kürzlich ihre Preise erhöht, erklärt Balazs Ferenczi in einer Pressemitteilung. Er ist Head of Content bei Chrono24. Dies könne womöglich erklären, warum die Zahl der Transaktionen über Chrono24 sich aktuell auf einem Allzeithoch befinden. Schließlich seien einige Uhren auf dem Zweitmarkt nun deutlich günstiger als beim Hersteller. Von einer allgemeinen Trendwende am Zweitmarkt könne man daher noch nicht sprechen, so Ferenczi.

Für die positive Entwicklung war laut der Handelsplattform insbesondere ein Modell verantwortlich: die Rolex GMT Master II. Die Luxusuhr mit der blau-roten Lünette, die ihr den Spitznamen "Pepsi" einbrachte, steht momentan viel seltener zum Verkauf als noch vor ein paar Monaten.

In den vergangenen drei Monaten sei das Angebot um 35 Prozent geschrumpft, so Chrono24 – gleichzeitig sei der Preis um 7,86 Prozent angestiegen. Grund für die Verknappung seien vor allem Lieferschwierigkeiten. Auf den Neupreis zahle man mittlerweile etwa 10.000 Euro drauf: Eine "Pepsi" mit dem Baujahr 2023 oder 2024 koste aktuell knapp 21.000 Euro, so der Online-Händler.

Zuwächse konnte man zuletzt auch bei anderen Marken beobachten. In den vergangenen vier Wochen hätten laut ChronoPulse-Uhrenindex neun der 14 untersuchten Hersteller einen Wertanstieg verzeichnet.