Deutsche Märkte öffnen in 8 Stunden 5 Minuten

Twitter reicht offiziell Klage gegen Elon Musk ein

Der Tech-Milliardär hatte am Freitag mitgeteilt, dass er von der Vereinbarung zum Kauf von Twitter zurücktrete. - Copyright: Philip Pacheco/Getty Images
Der Tech-Milliardär hatte am Freitag mitgeteilt, dass er von der Vereinbarung zum Kauf von Twitter zurücktrete. - Copyright: Philip Pacheco/Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Twitter hat im US-Bundesstaat Delaware eine Klage gegen Elon Musk eingereicht, nachdem der Milliardär erklärt hatte, er kündige seinen 44-Milliarden-Dollar-Deal zum Kauf des Unternehmens. Vonseiten der Online-Plattform hieß es, Musk weigere sich nach dem Abschluss einer bindenden Fusionsvereinbarung „sich seinen Verpflichtungen gegenüber Twitter und seinen Aktionären zu beugen, weil der von ihm unterzeichnete Deal nicht mehr seinen persönlichen Interessen dient“. Die am Dienstag eingereichte Klage markiert den Beginn eines möglicherweise langwierigen Rechtsstreits. Twitter will Musk nicht aus dem Deal entlassen und fordert von ihm, die vereinbarten 54,20 US-Dollar pro Aktie für das Unternehmen zu zahlen. Musk hingegen strebt an, aus der Vereinbarung herausgelassen zu werden.

Laut Experten könnte der Ausgang des Rechtsstreits unvorhersehbar sein: Ein Richter könne Musk dazu zwingen, den Deal abzuschließen oder ihn zur Zahlung einer Gebühr von einer Milliarde Dollar verdonnern. Auch andere Szenarien, einschließlich eines Vergleichs oder einer Neuverhandlung des Kaufpreises sind denkbar. Laut „Bloomberg“ strebt Twitter einen viertägigen Prozess im September an. [Mehr bei Handelsblatt, CNBCThe InformationBloomberg und Techcrunch]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Stattliche 50 Millionen Euro sicherte sich das Berliner HR-Startup Workmotion gerade in einer Serie-B-Finanzierungsrunde. Mit ihrem Tool wollen der ehemalige McKinsey-Berater und Uber-Manager Carsten Lebtig und seine Mitgründer Karim Zaghoul und Felix Steffens es Unternehmen erleichtern, Talente international zu onboarden. Bei uns könnt ihr exklusiv das 22-seitige Pitchdeck sehen, mit dem sie VCs wie Picus Capital oder Xange überzeugt haben. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Spotify hat bekannt gegeben, dass es Heardle, ein Song-Ratespiel, für einen nicht genannten Betrag kauft. Der Deal ist Teil des Vorhabens von Spotify, die App interaktiver zu gestalten, um seine Einnahmequellen zu diversifizieren. Heardle fordert Nutzer einmal am Tag auf, einen Song anhand seiner Eröffnungsnoten zu erraten. Die Spieler haben sechs Chancen, den Song zu erkennen. Laut Spotify verwenden „Millionen“ von Spielern Heardle. Das Erscheinungsbild des Spiels bleibt gleich und es bleibt weiterhin kostenlos. [Mehr bei Axios und CNBC]

Gopuff baut zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft ab. Die Entlassungen betreffen etwa 1500 Mitarbeiter, heißt es in einem Brief an die Investoren. Das Liefer-Startup schließt außerdem 76 Lager, etwa zwölf Prozent seines Netzwerks, in den USA und erweitert gleichzeitig seine Dienstleistungen an anderen leistungsstärkeren Standorten. Die aktuellen Kürzungen seien ein Versuch dem Unternehmen zu helfen, bis 2024 profitabel zu werden, hieß es in dem Brief. Gopuff wurde letztes Jahr mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet. Berichten zufolge hatte das Unternehmen dieses Jahr eine Börsennotierung anvisiert, hat diese Pläne jedoch vorerst auf Eis gelegt. [Mehr bei CNBC]

Weitere Entlassungen: Meta hat einen Vertrag mit ABM Industries, einem Unternehmen für Hausmeister- und Anlagentechnik, gekündigt. Mehr als 350 Beschäftigte werden diesen Monat dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren. Microsoft hat ankündigt, knapp ein Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Vonseiten des Unternehmens hieß es, dies sei das Ergebnis einer „Neuausrichtung von Geschäftsgruppen und Rollen“. Tesla entlässt 229 Mitarbeiter, die Teil des Autopilot-Teams des Unternehmens sind. Laut einem kalifornischen Zulassungsantrag schließt das Unternehmen das Büro in San Mateo, Kalifornien, in dem sie gearbeitet haben. Die Entlassungen sind Teil des Personalabbaus, den Elon Musk im vergangenen Monat angekündigt hat. [Mehr bei CNBCBloomberg und Techcrunch]

Peloton hat angekündigt, die Eigenproduktion seiner Fahrräder und Laufbänder einzustellen und die Fertigung auf Partner zu verlagern. Damit will der Trainingsgerätehersteller Kosten senken. Laut eines Insiders will das in New York ansässige Unternehmen rund 570 Stellen in seiner Tonic Fitness Technology-Einheit abbauen, einer in Taiwan ansässigen Firma, die 2019 von Peloton gekauft wurde. Die Aktien von Peloton, die in diesem Jahr etwa drei Viertel ihres Wertes verloren haben, stiegen im Nachmittagshandel um 2,8 Prozent. [Mehr bei Reuters und Techcrunch]

Investitionen: XPeng Robotics, das Tochterunternehmen des chinesischen Elektroautoherstellers XPeng, hat 100 Millionen US-Dollar gesammelt. Die Finanzierung wurde von der Risikokapitalgesellschaft IDG Capital geleitet. Das Unternehmen erwartet, dass seine ersten Roboter in den nächsten zwei Jahren in die Haushalte einziehen werden. Animoca Brands, ein Krypto-Investor und Spieleentwickler, hat 75 Millionen US-Dollar aufgebracht. Dabei kommt das Unternehmen mit Sitz in Hongkong auf eine Bewertung von 5,9 Milliarden Dollar, etwa so viel wie in einer Runde zu Beginn des Jahres. Animoca entwickelt Spiele wie The Sandbox und investiert in Axie Infinity, Opensea und Dapper Labs. Der Softwarehersteller Singlestore hat in einer von Goldman Sachs geleiteten Finanzierungsrunde 116 Millionen US-Dollar gesammelt. Zur genauen Bewertung machte das Unternehmen aus Kalifornien keine Angaben. Es heißt jedoch, man habe den Status eines Einhorns erlangt. [Mehr bei CNBCBloomberg und Reuters]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Gorillas machte ihn zum Millionär: In diese Firmen hat Jörg Kattner nach seinem Ausstieg investiert. [Mehr bei Gründerszene+]

Ihr wollt nichts verpassen? Dann abonniert doch unseren Gründerszene Newsletter! Der erscheint jeden Morgen um 8:30 Uhr und bringt euch alle wichtigen Neuigkeiten direkt ins Postfach.

Einen schönen Mittwoch!

Eure Gründerszene-Redaktion