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Tritt Barcas Vorstand noch heute zurück?

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Nach der Pleite im Clásico könnte es in Barcelona nun alles ganz schnell gehen.

Mit 1:3 hatten die Katalanen am Samstag gegen den großen Rivalen Real Madrid verloren - aus einem schlechten Gefühl ist in Katalonien daher längst die nächste Krise geworden. Deswegen lädt der Vereinsvorstand am Montag um 13.30 Uhr auch zu einer Krisensitzung, die einen Ausgang mit Knalleffekt nehmen könnte.

Mehrere spanische Medien berichten übereinstimmend, dass die Sitzung nur zwei Ergebnisse bringen kann.

Vorstand und Bartomeu könnte noch am Montag zurücktreten

Erstens: Die Verschiebung der für den 1. und 2. November geplanten Misstrauensabstimmung gegenüber des Vorstands - wegen des kritischen Zustands rund um das Coronavirus. In Spanien ist sogar erneut der Alarmzustand ausgerufen worden.

Zweitens: Der Rücktritt des kompletten Vorstands, wenn der Entschluss getroffen wird, die Misstrauensabstimmung nicht zu verschieben. Dann würde der Vorstand zurücktreten, da er nicht bereit sei, seine Mitglieder durch eine Abstimmung unter den gegenwärtigen Bedingungen zu gefährden.

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Falls der Vorstand um Präsident Josep Maria Bartomeu zurücktreten sollte, dann übernimmt eine Verwaltungsgesellschaft den Klub. Diese müsste dann innerhalb von 40 bis 90 Tagen Wahlen einberufen.

Bartomeu ist Ziel heftiger Kritik

Bartomeu und seine Vorstands-Kollegen sind schon seit einiger Zeit scharfer Kritik ausgesetzt. Zuletzt kritisierten auch einige verdiente Spieler von Barca den Präsidenten.

Gerard Piqué hatte seine Kritik vor wenigen Tagen erneuert: "Mein Verhältnis zum Präsidenten kann herzlich sein. Aber es ist Wahnsinn, dass der Klub Geld ausgegeben hat, um uns zu kritisieren", sagte der Spanier gegenüber La Vanguardia. Damit spielte er auf "Barcagate" an - Bartomeu und Co. sollen in den Medien Interna verbreitet haben, die die eigenen Akteure rund um Lionel Messi in schlechtem Licht dargestellt hatten.

Mit Messi ist Bartomeu nicht nur deswegen schon länger überkreuz.