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'Tod auf Raten' - Hochzeitsbranche schlägt Alarm wegen Corona

BERLIN (dpa-AFX) - Aus der Hochzeitsbranche werden Rufe nach mehr staatlicher Unterstützung und einer Lockerung der Beschränkungen für Feiern laut. "Unsere Branche stirbt seit März einen Tod auf Raten", teilte Svenja Schirk, Sprecherin des Bundes deutscher Hochzeitsplaner, der Deutschen Presse-Agentur mit. In einem an die Bundesregierung adressierten Schreiben forderte der Verband neben finanziellen Hilfen auch bundeseinheitliche Maßnahmen, die Feiern ohne Mindestabstand ermöglichten - in Einklang mit der Infektionssituation.

"Wir Experten der Hochzeitsbranche haben längst zahlreiche Ideen und Konzepte entwickelt, wie private Feiern bis zu einer gewissen Personenzahl auch in Zeiten von Corona verantwortungsbewusst durchgeführt werden könnten", hieß es.

Wegen der Corona-Krise haben viele Paare Feiern abgesagt oder verschoben. Viele Gewerke berichten von großen Einbußen: Der Umsatz etwa für auf Hochzeiten spezialisierten Fotografinnen und Fotografen ist laut dem Bund professioneller Portraitfotografen zu fast 100 Prozent eingebrochen. Weil das Hochzeitsgeschäft besonders lukrativ ist, konzentrierten sich viele auf das Saisongeschäft zwischen März und Oktober, sagte eine Sprecherin. Auch Floristen, Trauredner, Saalbetreiber oder Caterer berichten von großen Auftragseinbrüchen.