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Peking schiebt Tesla einen Riegel vor

Tesla sagte, dass Kameras, die in seine Autos eingebaut sind, außerhalb Nordamerikas nicht aktiviert werden. - Copyright: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Tesla sagte, dass Kameras, die in seine Autos eingebaut sind, außerhalb Nordamerikas nicht aktiviert werden. - Copyright: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die Autos von Tesla dürfen ab dem 1. Juli nicht mehr in Beidaihe einfahren, einem Küstenbezirk östlich von Peking. Dort finden die Sommertagungen der Kommunistischen Partei statt, wie „Reuters“ unter Berufung auf einen Beamten der örtlichen Verkehrspolizei berichtet. Das Verbot wird laut dem Bericht mindestens zwei Monate dauern. Der Beamte wurde mit den Worten zitiert, die Entscheidung betreffe „nationale Angelegenheiten“ und es werde bald eine Ankündigung geben.

Es ist nicht das erste Mal, dass dem US-Autohersteller der Zutritt zu sensiblen Gebieten in China verboten wurde. Anfang Juni wurde Tesla-Fahrzeugen das Befahren einiger Straßen in der Innenstadt von Chengdu untersagt, während der chinesische Präsident Xi Jinping zu Besuch war. Im März 2021 wurden Teslas aus Militärkomplexen und Wohnanlagen verbannt, weil Bedenken hinsichtlich der Erfassung sensibler Daten durch Kameras angemerkt wurden. Das Unternehmen von Elon Musk verpflichtete sich, alle in China gesammelten Daten dort zu speichern. [Mehr bei Bloomberg und Reuters]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Kurz vor der Corona-Pandemie gründete Niklas Schwake ein Startup, das Privatstunden mit Fitnesstrainern vermitteln wollte. Die waren dann allerdings gezwungen, nur noch online zu arbeiten. Also machte Schwake aus seiner Firma Zezam ein Influencer-Tool, das sogar Wladimir Klitschko nutzt, wie er unserer Kollegin Nadine Jantz im Gründerszene-Podcast „So geht Startup“ erzählt. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Der Kryptowährungsmarkt hat sich etwas von seinem Einbruch am Wochenende erholt: Bitcoin hielt sich am Montag knapp über 20.000 US-Dollar. Investoren befürchten derzeit, dass Probleme bei großen Krypto-Akteuren eine umfassendere Marktbereinigung auslösen könnten. Am Samstag war die größte Kryptowährung der Welt auf bis zu 17.592,78 Dollar gefallen. Mehrere Kryptofirmen stehen derzeit vor großen Problemen. [Mehr bei Reuters]

Telegram hat seine aktive Nutzerzahl auf über 700 Millionen gesteigert und führt ein kostenpflichtiges Premium-Abo ein. Laut „Techcrunch“ liegt der Preis für das monatliche Abonnement zwischen knapp fünf und sechs US-Dollar. Das Premium-Abo erweitert die Instant-Messaging-Plattform mit einer Reihe zusätzlicher und verbesserter Funktionen. Mit Telegram Premium können Nutzer Dateien mit einer Größe von bis zu vier Gigabytes senden. Zahlende Kunden können außerdem bis zu 1000 Kanälen folgen und bis zu 20 Chat-Ordner mit jeweils bis zu 200 Chats erstellen. Es ist das erste Mal, dass eine große Instant-Messaging-App ein kostenpflichtiges Premium-Abo eingeführt hat. Signal, Whatsapp, Facebook Messenger, Apple Messages und Google Messages bieten alle keine Abos dieser Art. [Mehr bei Techcrunch]

Intel fordert nach der Aufhebung der Kartellstrafe fast 600 Millionen Zinsen von der EU. Das Gericht der Europäischen Union hatte im Januar eine Strafe von 1,06 Milliarden Euro für nichtig erklärt, die der US-Chiphersteller vor zwölf Jahren von den europäischen Kartellbehörden kassiert hatte. Die EU-Kommission hatte Intel angelastet, den Computerherstellern Dell, Hewlett-Packard und Lenovo Rabatte eingeräumt zu haben, um den Rivalen Advanced Micro Devices dadurch zu behindern. Weil die Kommission Einwände vonseiten des Unternehmens aber nicht genügend geprüft habe, erklärte das EU-Gericht die Strafe für nichtig. [Mehr bei Handelsblatt und Reuters]

Platform hat in einer Serie-D-Runde Mittel in Höhe von 140 Millionen US-Dollar gesammelt. Die Runde stand unter der Leitung von Morgan Stanley Expansion Capital, Revaia und Digital Partners. Platform bietet Unternehmen eine End-to-End-Plattform, die beim Erstellen, Hosten und Skalieren einer Vielzahl von Websites und Web-Apps hilft und gleichzeitig den Bedarf an IT- und Cloud-Betrieb überflüssig macht. [Mehr bei Techcrunch]

Meta arbeitet weiterhin an der Entwicklung von High-End-VR-Erlebnissen: CEO Mark Zuckerberg enthüllte mehrere Prototypen von Mixed-Reality-Headsets. Laut Zuckerberg ist das Ziel, Produkte zu entwickeln, bei denen die virtuelle Realität praktisch nicht mehr von der realen Welt zu unterscheiden ist. Die heutigen Virtual- und Augmented-Reality-Headsets sind sperrig und es mangelt ihnen an Komfort, Präzision und Batterielebensdauer. Die von Meta vorgestellten neuen Prototypen versuchen diese Einschränkungen zu verbessern: Ein Prototyp bietet eine verbesserte Auflösung, ein anderer eine breitere Farbpalette und ein weiterer erleichtert das längere Tragen. [Mehr bei Axios und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Der Mayd-Konkurrent Kurando hat einen Insolvenzantrag gestellt. Den Betrieb hat der Berliner Apotheken-Lieferdienst bereits eingestellt. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion