Deutsche Märkte öffnen in 8 Stunden 26 Minuten
  • Nikkei 225

    28.948,73
    -9,87 (-0,03%)
     
  • Dow Jones 30

    34.479,60
    +13,40 (+0,04%)
     
  • BTC-EUR

    32.039,95
    +2.343,57 (+7,89%)
     
  • CMC Crypto 200

    924,19
    -17,62 (-1,87%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.069,42
    +49,12 (+0,35%)
     
  • S&P 500

    4.247,44
    +8,26 (+0,19%)
     

Tesla testet Lidar-Sensoren, die Elon Musk zuvor als „teuer“ und „unnötig“ abgetan hatte

·Lesedauer: 2 Min.
Tesla-CEO Elon Musk
Tesla-CEO Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk hat sich wiederholt über den Einsatz von Lidar-Sensoren bei autonomen Fahrzeugen lustig gemacht. Jetzt testet sein Autobauer die Technologie angeblich aus. Wie „Bloomberg News“ am Montag unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, hat Tesla einen Vertrag mit Luminar Technologies, einem führenden Lidar-Startup, für Tests und Entwicklung unterzeichnet. Die Aktien von Luminar waren bis zum Montagnachmittag um etwa 4 Prozent gestiegen. Tesla hat eine Anfrage für diesen Artikel nicht sofort kommentiert. Ein Luminar-Sprecher verweigerte den Kommentar.

Die Quellen erklärten „Bloomberg“, dass Luminar Sensoren an Tesla verkauft hat. Der Autobauer habe die Lidar-Technologie auf dem Dach eines Model Y Crossovers montiert. Fotos des mit den Sensoren ausgestatteten Model Y kursierten in den sozialen Medien und die kalifornische Zulassungsbehörde hat „Bloomberg“ bestätigt, dass das Fahrzeug Tesla gehört.

https://twitter.com/gbrulte/status/1395356317410287617?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1395356317410287617%7Ctwgr%5E%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.businessinsider.com%2Ftesla-luminar-lidar-deal-elon-musk-bloomberg-2021-5

Es sei nicht bekannt, was Teslas Pläne für die neu erworbenen Sensoren sind, so die Quellen zu „Bloomberg“ weiter. Der Autohersteller könnte die Technologie evaluieren, um sie möglicherweise in Zukunft einzusetzen. Oder er könnte einfach prüfen, wie Lidar im Vergleich zu seinem bestehenden kamerabasierten System abschneidet.

Elon Musk hatte die Sensoren zuletzt als „Irrweg“ bezeichnet

Lidar-Sensoren senden Lichtimpulse aus, um ein dreidimensionales Bild der Umgebung eines Fahrzeugs zu erzeugen. Die Technologie ist im Rennen um selbstfahrende Autos entscheidend geworden. Waymo, ein führendes Unternehmen im Bereich autonomes Fahren, stellt Lidar-Sensoren selbst her und nutzt sie in Verbindung mit Radar und Kameras.

Musk allerdings hat lange darauf bestanden, dass er ein nur mit Kameras bestücktes, selbstfahrendes Auto entwickeln kann. Auf dem Autonomy Day von Tesla im Jahr 2019 bezeichnete er die Lidar-Technologie sogar als „Irrweg“ und sagte: „Jeder, der sich auf Lidar verlässt, ist dem Untergang geweiht.“ Er bezeichnete Lidar auch als „teure Sensoren, die unnötig sind“. Kürzlich hat er angedeutet, dass Tesla keine Radarsensoren mehr für seine selbst fahrenden Fahrerassistenzfunktion verwenden wird.

Aber das Fahrerassistenzsystem von Tesla hat selbst in seiner fortschrittlichsten Form noch große Probleme. Das Kamera-basierte System hat zum Beispiel Schwierigkeiten, echte Stoppschilder von solchen zu unterscheiden, die lediglich auf Plakatwänden am Straßenrand aufgedruckt sind. Und von Nutzern erstellte Videos der Beta-Software des Tesla Full Self-Driving zeigen, dass es manchmal blind für Gegenverkehr, Bordsteine und Sicherheitspoller ist.

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.