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Türkische Notenbank senkt Leitzins weiter

Die Zinsen in der Türkei werden weiter gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das dürfte vor allem Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan freuen.

Die türkische Zentralbank hat ihren Leitzins weiter reduziert. Wie die Notenbank am Donnerstag in Ankara mitteilte, sinkt der einwöchige Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 11,25 Prozent. Analysten hatten im Mittel mit einer Reduzierung in diesem Ausmaß gerechnet. Allerdings gingen die jeweiligen Erwartungen der Experten deutlich auseinander.

Die Notenbank setzt mit dem Schritt ihre Politik sinkender Leitzinsen fort. Im vergangenen Jahr hatten die Währungshüter ihren Leitzins um insgesamt 12 Prozentpunkte reduziert. Hintergrund waren eine rückläufige Inflation und eine Erholung der Lira, die sich davor in einer schweren Krise befand. Die geringeren Zinsen sollen die Wirtschaft ankurbeln.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan drängt die Zentralbank in diese Richtung. Zudem vertritt er die Ansicht, dass hohe Leitzinsen die Inflation nicht bekämpfen, sondern fördern. Diese Meinung wird von den allermeisten Ökonomen nicht geteilt, weil sie der Lehrbuchmeinung widerspricht.