Werbung
Deutsche Märkte schließen in 1 Stunde 36 Minute
  • DAX

    17.410,26
    +39,81 (+0,23%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.878,11
    +22,75 (+0,47%)
     
  • Dow Jones 30

    39.227,27
    +158,16 (+0,40%)
     
  • Gold

    2.033,90
    +3,20 (+0,16%)
     
  • EUR/USD

    1,0830
    +0,0002 (+0,02%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.026,28
    -278,24 (-0,59%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    76,73
    -1,88 (-2,39%)
     
  • MDAX

    26.027,72
    -72,04 (-0,28%)
     
  • TecDAX

    3.402,47
    -2,54 (-0,07%)
     
  • SDAX

    13.762,93
    -61,83 (-0,45%)
     
  • Nikkei 225

    39.098,68
    +836,48 (+2,19%)
     
  • FTSE 100

    7.679,82
    -4,67 (-0,06%)
     
  • CAC 40

    7.964,23
    +52,63 (+0,67%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.106,03
    +64,41 (+0,40%)
     

Studie: Menschen in Ostdeutschland fühlen sich häufiger abgehängt

JENA (dpa-AFX) -Menschen in Ostdeutschland fühlen sich einer Studie zufolge häufiger abgehängt als Menschen, die in Westdeutschland leben. Das geht aus einer Studie der Universität Jena hervor. Demnach äußerten 19 Prozent der Ostdeutschen im sogenannten Deutschland-Monitor ein Gefühl des Abgehängtseins. Im Westen des Landes waren es den Angaben zufolge nur acht Prozent.

Auch hatten der Studie zufolge mehr Menschen in Ostdeutschland den Eindruck, die Politik interessiere sich nicht ausreichend für ihre Region und setze sich zu wenig für die wirtschaftliche Entwicklung dort ein. Den Forscherinnen und Forschern zufolge kann dieser Unterschied zwischen Ost und West auch auf die strukturellen Bedingungen zurückgeführt werden. Das Gefühl des Abgehängtseins sei besonders in jenen ostdeutschen Gegenden besonders stark verbreitet, die stärker von Überalterung und Abwanderung betroffen seien.

Auch in der Bewertung der in Deutschland gelebten Demokratie unterscheiden sich demnach die Menschen in Ost und West. Zwar stimmten den Angaben zufolge fast alle (97 Prozent) der rund 4000 Befragten der Idee von Demokratie zu. Mehr als die Hälfte der Ostdeutschen (56 Prozent) war mit der Praxis allerdings unzufrieden. Zum Vergleich: Unter den Westdeutschen gaben den Angaben zufolge nur vier von zehn Befragten an, mit der gelebten Demokratie unzufrieden zu sein.

Einig waren sich die Befragten der Studie zufolge länderübergreifend darin, dass der Staat für allgemeine Lebensrisiken Verantwortung übernehmen sollte. Zudem geht nach Angaben der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Daten der Befragung hervor, dass die Lebensqualität sowohl in Ost und West als auch in der Stadt und auf dem Land ähnlich bewertet wird.

Zu den zentralen Herausforderungen der Menschen in der Stadt und auf dem Land gelten demnach die Verfügbarkeit bezahlbaren Wohnraums, der Fachkräftemangel sowie der zunehmende Gegensatz zwischen Arm und Reich. In strukturschwachen ländlichen Regionen - besonders in Ostdeutschland - komme die Abwanderung junger Menschen als Problem hinzu, hieß es.

Mit dem Deutschland-Monitor wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine neue Sicht auf gesellschaftliche und politische Einstellungen und Bewertungen der deutschen Bevölkerung ermöglichen. Die Befragung findet jährlich statt.