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Studie: Klimaschutz bei einem Viertel der Mittelständler auf Agenda

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Viele mittelständische Unternehmen halten sich einer Umfrage zufolge noch mit Investitionen in Klimaschutzprojekte zurück. Nach Angaben der staatlichen Förderbank KfW haben im vergangenen Jahr rund 460 000 oder 12 Prozent der Mittelständer insgesamt 22 Milliarden Euro in entsprechende Vorhaben gesteckt. Jeder zehnte Euro, den der Mittelstand investierte, floss demnach in Klimaschutzvorhaben, beispielsweise zur Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion, zur Nutzung erneuerbarer Energien oder klimafreundlicher Verkehrsmittel. Die durchschnittliche Summe lag bei 72 000 Euro.

Weitere 13 Prozent der Mittelständler planen bis Ende des Jahres 2022 entsprechende Investitionen. "Bei einem Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen steht der Klimaschutz aktuell auf der Agenda", sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Das heiße im Umkehrschluss allerdings auch: drei von vier Unternehmen hätten keine entsprechenden Investitionsprojekte umgesetzt und hätten dies absehbar auch nicht vor. "Mit Blick auf den hohen Gesamtinvestitionsbedarf zur Erreichung des Klimaneutralitätsziels muss sich auch im Mittelstand die Investitionsdynamik noch deutlich beschleunigen", mahnte Köhler-Geib.

Wie aktiv die rund 3,8 Millionen Mittelständler mit einem Jahresumsatz von maximal 500 Millionen Euro sind, hängt auch von der Größe ab. Unter den Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten gab es 2020 nur zehn Prozent Klimaschutzinvestoren, bei den großen Mittelständlern mit 50 und mehr Mitarbeitern war jeder Dritte aktiv. Die durchschnittlichen Summen lagen zwischen 29 000 Euro bei den kleinsten und 346 000 Euro bei den großen Mittelständlern.

In der Industrie nehmen Klimaschutzinvestitionen den Angaben zufolge vergleichsweise großen Raum ein. Demnach setzten 33 Prozent der Unternehmen entsprechende Vorhaben im vergangenen Jahr um. Weitere 34 Prozent planten Klimaschutzinvestitionen bis Ende 2022. Allerdings zählen lediglich 249 000 Mittelständler zum Verarbeitenden Gewerbe. Rund drei Viertel aller kleineren und mittleren Firmen werden zu den Dienstleistungsunternehmen gerechnet.

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