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Skurille Fakten zur US-Wahl: Kostüme-Verbot, Wahlkampfkosten und Haustiere

·Lesedauer: 6 Min.

Die Wahl in den USA bringt Hochspannung. Wir zeigen eine Liste mit weiteren, teils skurrilen Fakten der letzten Tage und über die Kandidaten.

Fun Facts zur US-Wahl Foto: dpa
Fun Facts zur US-Wahl Foto: dpa

Der Ausgang der US-Wahl bleibt spannend. Die ganze Welt blickt gespannt auf die Weltmacht, von der wirtschaftlich sehr viel abhängt. Viele Hintergründe, Geschichten und Fakten vom Wahltag und den Kandidaten werden nur wenig in den Fokus gestellt. Um Ihnen die Wartezeit zu verkürzen, hat das Handelsblatt einige Fakten über die Wahl zusammengetragen, die Sie so vermutlich noch nicht kannten.

Wetten, dass der Präsident…

Analysen zur Wahl gibt es ja viele. Aber manche sind sich da besonders sicher. In Großbritannien kann man wetten, welcher Kandidat am Ende Präsident wird. Das Unternehmen Betfair gab bekannt, dass ein Spieler sogar 5 Millionen Dollar darauf setzte, dass Donald Trump die Wahl gewinnt. Die US-Wahl 2020 ist die größte politische Wette die Betfair je gestartet hat. Gewinnen kann der Spieler dann gegebenenfalls sogar 14,8 Millionen Dollar.

Enttarnt

Als würde Donald Trump nicht bereits mit zahlreichen Aussagen verwundern: tatsächlich war Trump von 2001 bis 2009 bei den Demokraten registriert.

Trump spendete einst an Kamala Harris' Kampagne

Das Gefühl, der Wahlkampf sei überall und immer zu sehen, haben wohl viele Menschen auf der ganzen Welt. Das kann auch daran liegen, dass enorm viel Geld in diesen Präsidentschaftswahlkampf geflossen ist. Der US-Wahlkampf 2020 ist mit 14 Milliarden Dollar der teuerste in der Geschichte, außerdem doppelt so teuer wie der letzte Wahlkampf 2016.

Auch das Jahresgehalt des Präsidenten hat sich seit Beginn der USA stark erhöht. George Washington erhielt ab 1789 nur 25.000 US-Dollar pro Jahr. Allerdings war diese Summe damals mehr wert als das heutige Präsidentengehalt. Seit 2001 beträgt das Jahresgehalt des Präsidenten 400.000 Dollar.

Dazu kommt aber, dass das Wohnen im Weißen Haus für den Präsidenten der USA nicht kostenlos ist. Er erhält monatlich eine Rechnung für Verpflegung und andere Ausgaben.

Sparsam wird er dadurch in der Regel nicht. Wenn Trump etwa eine Stunde in seinem Dienstflugzeug, der Air Force One, fliegt, kostet das laut „Washington Post“ 206.000 Dollar. Das sind 175.000 Euro.

Und wenn schon von Kosten die Rede ist: Trump hat tatsächlich einmal seine Gegnerin unterstützt. Der US-Präsident hat in 2011 zwei Spenden an Kamala Harris‘ California Attorney General Wiederwahl abgegeben. Als erstes spendete er 5000 US-Dollar. 2013 schickte Trump 1000 Dollar an die Harris Kampagne.

Twitter-Feuerwerk

Im vergangenen Monat hat Donald Trump einen Twitter-Rekord aufgestellt. Laut einer Website, die sich selbst „Trumps Twitter Archive“ nennt, hat er im Oktober 2020 genau 1421 Tweets abgesetzt.

Im Februar 2017 war er noch bei „nur“ 154 Tweets pro Monat. Während seiner ersten Amtszeit hat er bisher fast 25.000 Tweets abgesetzt.

In 8 Prozent all seiner Tweets kommt übrigens sein eigener Name vor. In 17 Prozent der Tweets spricht er über die Demokraten - Fake News und „die Medien“ kommen in 7 Prozent seiner Posts vor. In den vergangenen Jahren hat er nur einen Tweet über den Mindestlohn abgesetzt und acht über den Klimawandel, „meist spöttisch“, heißt es auf der Website. Am Wahltag zeigt er sich überzeugt, dass er gewinnt.

Wiederverwertet

Donald Trumps Slogan „Make America Great Again“ kommt gar nicht von ihm. Ronald Raegan hat den Spruch bereits in seinem Wahlkampf verwendet.


Endlose Schlange

Die USA sind bekannt für ihre endlos langen Wartezeiten und Schlangen vor den Wahllokalen. Manche feiern sie, für viele sind sie aber gefühlt wie zwei Marathons laufen. Im Bundesstaat Georgia mussten die Menschen ganz besonderen Willen zeigen. Sie warteten teilweise 11 Stunden lang.

Im Bundesstaat Ohio berichtete die Nachrichtenagentur AP von eine 400 Meter langen Schlange am ersten Tag an dem gewählt werden durfte.

Wahl im Waschsalon?

Wer glaubt, Wahlurnen stehen immer nur in Schulgebäuden, liegt falsch. US-Wähler haben in diesem Jahr an den kuriosesten Orten ihre Stimmen abgegeben: So wurde das Kings Theater im New Yorker Stadtteil Brooklyn als Wahlort umfunktioniert. Die Chicagoer konnten ihre Stimme bei einem Gebrauchtwagenhändler abgeben, in Miami konnten sie in einer Feuerwache wählen. Auch in Bars, Hotels und Waschsalons wurden Wahlurnen aufgestellt.

Trump- oder Biden-Buttons bei Wahl verboten

Wer in den Vereinigten Staaten wählen geht, muss beachten, was er trägt. Denn bei den meisten Wahllokalen ist es verboten, Kleidung, Hüte, Banner oder Schilder mitzubringen, die Wahlwerbung für einen der Kandidaten machen. Je nach Bundesstaat gelten die Regeln im Umkreis von 30 bis 200 Fuß zum Wahllokal. Lady Liberty scheint wohl weit genug von der Wahlurne entfernt zu stehen.

In Texas ist es übrigens per Gesetz verboten, am Wahltag mit einem Schwert oder Speer bewaffnet im Wahllokal zu erscheinen. Und in manchen Staaten ist es illegal Selfies zu schießen, das Handy für Textnachrichten, E-Mails, Anrufe, Videos oder Fotos zu nutzen wenn man in der Wahlkabine steht oder von fertig ausgefüllten Wahlkarten. North und South Carolina sind zwei davon.

Warum wählen die eigentlich immer dienstags?

In Deutschland wählen wir traditionell immer sonntags - da haben die meisten wahlberechtigten Einwohner frei und Zeit, ins Wahllokal zu gehen. In den USA hingegen fällt die Wahl immer auf den ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November. Das wurde im 19. Jahrhundert so beschlossen und hat praktische Gründe: Die Bürger mussten für die Wahlen früher in die Hauptstadt reisen, mit Pferdekarren dauerte das teilweise tagelang.

Im November hatten die Bauern ihre Ernten schon eingeholt, und damit Zeit, wählen zu gehen. Außerdem war es noch nicht zu kalt für die lange Reise. Sonntags konnten die Wahlen nicht stattfinden - schließlich war dann Gottesdienst.

Samstags war früher häufig Wochenmarkt - da mussten die Bürger hin zum Einkaufen und um ihre Waren zu verkaufen. Freitags wurde der Markt vorbereitet, also auch kein guter Tag zum Wählen.

Und auf den Donnerstag wurde die Wahl nicht gelegt, weil da traditionell die Briten ihr Parlament wählten. Um den Bürgern noch genug Zeit für die Anreise zu lassen, nahm man statt den Montag den Dienstag als Wahltag. Und das ist bis heute so.

Cheerleading Presidents

Cheerleading hat in den USA bekanntlich Tradition - 1898 wurde das Anfeuern von Sportmannschaften an einer US-Uni erfunden. Früher waren Cheerleader übrigens ausschließlich männlich. Das hat sich mittlerweile zwar größtenteils geändert, und doch erklärt es vielleicht, warum auch vier ehemalige US-Präsidenten in ihrer Jugend Cheerleader waren, nämlich George W. Bush, Ronald Reagan, Dwight D. Eisenhower und Franklin D. Roosevelt.

Fluchender Papagei im Weißen Haus

Auch US-Präsidenten lassen es sich nicht nehmen, tierische Begleiter zu haben, die mit ihnen ins Weiße Haus einziehen. Die wohl ungewöhnlichsten darunter sind Alligatoren, Seidenraupen, Ziegen und Kühe. Andrew Jackson, der siebte Präsident der Vereinigten Staaten hatte einen Papagei, der fluchte. Angeblich soll er deshalb sogar von Jacksons Beerdigung verwiesen worden sein.

Kanye für Kanye

Der Rapper Kanye West hat sich dieses Jahr nicht nur selbst als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen, er hat außerdem zum ersten Mal seit dem er auf der Welt ist gewählt.
Auf Twitter verkündete er sogar wen er wählte: sich selbst.

Dass er im Jahr 2024 wieder kandidieren wolle, gab er kurze Zeit später in einem weiteren Tweet bekannt.