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Skandal vorprogrammiert: Wenn Royals im TV auspacken

(hub/spot)
·Lesedauer: 5 Min.
1995 sprach Prinzessin Diana im TV über ihre Eheprobleme. (Bild: imago/ZUMA Press)
1995 sprach Prinzessin Diana im TV über ihre Eheprobleme. (Bild: imago/ZUMA Press)

Was verraten Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39) in ihrem großen Interview mit Oprah Winfrey (67)? Erste Ausschnitte des mit Spannung erwarteten TV-Auftritts des Herzogs von Sussex und seiner Frau, der am 7. März ausgestrahlt wird, hat der Sender CBS schon veröffentlicht - und es scheint tatsächlich sehr persönlich zu werden. In dem Interview mit der Talklegende sprechen die beiden unter anderem über den "Megxit". "Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholt", ist Harry vorab in einem Teaser zu hören. Damit bezieht er sich offenbar auf seine Mutter Diana, die 1997 im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall in Paris starb, als sie von Paparazzi verfolgt wurde.

Er sei sehr "erleichtert und glücklich", dass er hier mit seiner Frau an seiner Seite sprechen könne, so Harry weiter, weil er sich nicht vorstellen könne, wie es für seine Mutter gewesen sein musste, "diesen Prozess vor all den Jahren alleine durchlaufen zu haben". Und er fügt hinzu: "Es war unglaublich schwer für uns beide, aber zumindest hatten wir uns." Auch Diana selbst hatte einst schon mit einem TV-Interview für riesigen Wirbel gesorgt - genau wie Harrys Vater Prinz Charles (72) und weitere Royals.

Prinz Charles

Der britische Thronfolger hat im Fernsehen über seinen Ehebruch gesprochen und damit das ganze Land verblüfft. Charles' Vater Prinz Philip (99) soll Medienberichten zufolge "entrüstet" gewesen sein, als Charles zwei Jahre nach seiner Trennung von Diana 1994 in einem Interview mit Jonathan Dimbleby (76) über seine Affäre mit Camilla Parker Bowles (73) sprach. Eine Telefonumfrage der "Sun" ergab anschließend, dass zwei Drittel der Anrufer ihn für unfähig hielten, König zu sein.

Dimbleby sprach Berichte der Boulevardmedien über die Affäre an und fragte Charles, ob er "versucht" habe, seiner Frau treu zu sein. Charles antwortete: "Ja, absolut." Auf die Nachfrage "Und waren Sie es" erklärte Charles: "Ja", fügte dann aber über seine Ehe hinzu: "Bis sie unwiederbringlich zusammengebrochen ist, haben wir beide es versucht." Der Schaden nach dem TV-Auftritt war groß - er soll unter anderem zu einem berühmten Vergeltungsinterview geführt haben...

Prinzessin Diana

Ein Jahr später gab auch Prinzessin Diana ein Interview im Fernsehen - mit Martin Bashir (58) von "BBC Panorama". Schätzungsweise 22,8 Millionen Menschen sahen zu, wie Charles' Ex über ihre Eheprobleme und ihre Essstörungen sprach. Sie gestand ebenfalls eine außereheliche Affäre, mit James Hewitt (62). Als Bashir Diana fragte, ob Camilla ein "Faktor" für das Scheitern der Ehe gewesen sei, antwortete diese mit dem inzwischen berühmten Satz: "Well, there were three of us in this marriage, so it was a bit crowded." ("Nun, wir waren zu dritt in dieser Ehe, also war es ein bisschen überfüllt.")

Während des Interviews bestätigte Diana zudem Gerüchte, wonach sie sich selbst verletzte. "Wenn niemand auf dich hört oder du denkst, dass niemand auf dich hört, beginnen alle möglichen Dinge zu passieren", erklärte sie. "Zum Beispiel hast du so viele Schmerzen in dir, dass du versuchst, dich von außen zu verletzen, weil du Hilfe willst, aber es ist die falsche Hilfe, um die du bittest. [...]" Sie erklärte, dass sie sich an Armen und Beinen verletzt habe. "Ich mochte mich selbst nicht. Ich schämte mich, weil ich mit dem Druck nicht fertig werden konnte." Einen Monat nach Ausstrahlung des Interviews gab der Buckingham Palast bekannt, dass Queen Elizabeth II. (94) Briefe an Charles und Diana geschickt hat, in denen ihnen geraten wurde, sich scheiden zu lassen.

Sarah Ferguson

Sarah Ferguson (61), die Herzogin von York, verließ 2018 ein "60 Minutes Australia"-Interview. Der Grund: Michael Usher (51) hatte sie auf einen falschen Geschäftsmann angesprochen, ein Undercover-Reporter, dem sie Zugang zu ihrem Ex-Ehemann Prinz Andrew (61) angeboten hatte - für 500.000 Pfund (etwa 580.000 Euro). "News of the World" hat die Ex-Schwiegertochter der Queen heimlich dabei aufgenommen, wie sie sagte: "Ich kann jede Tür öffnen, die Sie wollen, und ich werde es für Sie."

Als "Fergie" jedoch von Usher auf den Skandal von 2010 angesprochen wurde, verdrehte sie die Augen und schüttelte den Kopf, bevor sie sagte: "Versuchen Sie jetzt nicht, mich auszutricksen." Sie forderte dann, dass "dieser Teil" gelöscht werde und verließ das Studio.

Prinz Andrew

Als desaströse PR-Panne gilt auch Prinz Andrews Interview mit Emily Maitlis (50) Ende 2019. Bei "BBC Newsnight" sprach der Sohn der Queen über seine freundschaftlichen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019). Obwohl er selbst angeblich den Eindruck hatte, dass es sehr gut gelaufen sei, musste er anschließend von seinen royalen Aufgaben zurücktreten.

Andrew erklärte in dem Interview, dass er seine Freundschaft mit Epstein nicht bereue. Er verteidigte auch den Aufenthalt bei Epstein im Jahr 2010, nachdem dieser bereits verurteilt und inhaftiert worden war. Die Vorwürfe von Virginia Giuffre (37), - eine der Klägerinnen im Epstein-Skandal - sie sei zum Sex mit dem Prinzen gezwungen worden, bestritt er. In der Nacht, in der er die junge Frau getroffen haben soll, habe er seine Tochter Beatrice (32) zu einem Kindergeburtstag gebracht, erklärte er.

Prinz Harry

Schon vor dem Gespräch mit Oprah Winfrey sorgte auch Prinz Harry mit einem TV-Auftritt für Aufsehen. In einem Interview mit James Corden (42) für dessen "The Late Late Show" sagte Harry im Februar unter anderem, die britische Boulevardpresse habe ein "schwieriges Umfeld" geschaffen, das seine psychische Gesundheit zerstörte. Zudem erklärte er zum "Megxit", dass er und seine Frau "nicht von der königlichen Familie weggegangen" sind. Sie seien "zurückgetreten", aber nicht "abgetreten". Er habe das getan, "was jeder Vater oder Ehemann tun würde und habe überlegt, wie ich meine Familie da rausbringen kann".

Corden fragte Prinz Harry auch, was er von der Netflix-Serie "The Crown" halte, die das Leben der Queen nachzeichnet. Die TV-Show sei fiktiv, so der Enkel der Königin, und gebe nicht vor, der Wahrheit zu entsprechen. Er fühle sich mit "The Crown" viel wohler "als mit den Geschichten, die über meine Familie, meine Frau oder mich selbst geschrieben wurden", erklärte Harry, der zusammen mit Meghan selbst einen lukrativen Netflix-Deal abgeschlossen hat.