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Sirplus schließt alle Läden – Mitarbeiter und Azubis verlieren ihre Jobs

·Lesedauer: 2 Min.
Ein Foto aus besseren Zeiten: Raphael Fellmer, Gründer von Sirplus, vor einem seiner Supermärkte in Berlin.
Ein Foto aus besseren Zeiten: Raphael Fellmer, Gründer von Sirplus, vor einem seiner Supermärkte in Berlin.

Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, das bekommen auch Startups gut anderthalb Jahre nach Ausbruch des Virus noch zu spüren. In Berlin trifft es jetzt den jungen Supermarkt-Betreiber Sirplus. Wegen massiver Umsatzeinbußen infolge ausbleibender Kunden müsse das Startup alle seine fünf Filialen in Charlottenburg, Steglitz, Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain schließen. Das bestätigte Gründer Raphael Fellmer (38) dem RBB. Ein schwerer Schlag auch für die Beschäftigten des Unternehmens: 50 Mitarbeitende und Auszubildende würden betriebsbedingt bis Ende September gekündigt, so Fellmer.

Fellmer gründete Sirplus 2017 gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Martin Schott. Das Startup will Lebensmittelverschwendung so stark wie möglich reduzieren und setzt dabei vor allem auf den günstigeren Verkauf von Lebensmitteln, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, aber noch genießbar sind. Bereits im Gründungsjahr nahm das Startup mit seiner ersten Crowdfunding-Aktion rund 100.000 Euro ein.

Sirplus will Geschäft im Onlineshop fortsetzen

Auch in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ traten die beiden auf – konnten sich wegen einer zu ambitionierten Firmenbewertung aber mit keinem Investor auf einen Deal einigen. Trotzdem ging es später aufwärts. 2019 schloss das Unternehmen nach Eigenangaben eine Seed-Finanzierung in Höhe einer „größeren sechsstelligen Summe“ ab, das Geld kam von bekannten Szeneköpfen wie Benjamin Otto oder Ecosia-Mitgründer Tim Schumacher.

Umso enttäuschter zeigt sich Sirplus-Gründer Fellmer über die nun erfolgten Ladenschließungen. „Es macht mich traurig, dass wir mit der Schließung der Rettermärkte das Thema Lebensmittelverschwendung nicht mehr so präsent in den Berliner Straßen vertreten können", sagte Fellmer dem RBB. Den Verkauf von geretteten Lebensmitteln möchte das Unternehmen dennoch fortsetzen – künftig aber ausschließlich online. Hier habe das Unternehmen trotz Pandemie zuletzt noch hohe Wachstumsraten verzeichnet. Laut Fellmer hat sich der Umsatz im Onlineshop seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 mehr als vervierfacht.

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