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Seit Monaten nutzen Menschen Chat GPT – diese vier Unternehmen arbeiten schon an der nächsten KI-Revolution

Ein Atlas-Roboter von Boston Dynamics führt während einer Demonstration eine Bewegung aus. - Copyright: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Josh Reynolds
Ein Atlas-Roboter von Boston Dynamics führt während einer Demonstration eine Bewegung aus. - Copyright: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Josh Reynolds

Chat GPT ist seit Monaten in aller Munde und viele Nutzer haben die Künstliche Intelligenz (KI) bereits in ihren Alltag integriert. Doch neben Chatbots gibt es viele weitere Anwendungsgebiete für KI – zum Beispiel Humanoide Robotik. Wir stellen euch vier Unternehmen vor, die schon heute an der vermeintlich nächsten KI-Revolution arbeiten.

Was ist Humanoide Robotik?

Humanoide Robotik bezeichnet die Entwicklung von Robotern, deren Aussehen und Bewegungen Menschen nachempfunden sind. Die meisten denken bei dem Begriff vermutlich direkt an die zahlreichen Hollywoodfilme, in denen solche menschenähnlichen Maschinen – wie etwa der Terminator – vorkommen.

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Doch in der Realität ist ihre Entwicklung gar nicht so einfach. Verschiedene Faktoren wie der Stromverbrauch, die Zuverlässigkeit der Komponenten, das Verhältnis von Leistung zu Gewicht und natürlich die Sicherheit müssen bei der Entwicklung beachtet werden. Wie ist also der aktuelle Stand? Und sind Humanoide Roboter die Technologie der Zukunft?

Berater KI Job
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Boston Dynamics

Das US-amerikanische Robotik-Unternehmen Boston Dynamics hat, eigenen Angaben zufolge, die Mission, "sich außergewöhnliche Roboter auszudenken und zu entwickeln, die das Leben der Menschen bereichern". Marc Raibert und Robert Playter gründeten es 1992, zuvor hatten sie im MIT Leg Lab gearbeitet. 2020 übernahm die Hyundai Motor Group 80 Prozent des Unternehmens, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Boston Dynamics, das seinen Hauptsitz im US-Bundesstaat Massachusetts hat, beschäftigt 500 Mitarbeiter und ist bekannt für Roboter wie "Spot" und "Atlas". Spot ähnelt einem Hund, Atlas hingegen ist ein humanoider Roboter, der in der Lage ist, menschenähnliche Bewegungen und Aufgaben auszuführen. Seine Fähigkeiten wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und zukünftig soll er Menschen bei verschiedenen Tätigkeiten unterstützen können – zum Beispiel im Bauwesen. Im folgenden Video könnt ihr sehen, wie Atlas sich in einem Parkour bewegt.

Das Unternehmen steht jedoch auch in der Kritik. Denn: Der Roboterhund wurde auch von der französischen Armeen getestet und das, obwohl der militärische Einsatz eigentlich verboten sein sollte. Boston Dynamics hat in der Vergangenheit Militärroboter produziert, sich aber aus kommerziellen Zwecken eigentlich wieder davon zurückgezogen.

SoftBank Robotics

SoftBank Robotics – ehemals Aldebaran Robotics – bietet, laut eigener Aussage, "Roboter- und Automatisierungslösungen an, die das Leben für alle einfacher, sicherer und angenehmer machen". Bekannt ist das Unternehmen besonders für den humanoiden Roboter "Pepper", der auf soziale Interaktionen spezialisiert ist. Bruno Maisonnier gründete Aldebaran Robotics 2005 in Frankreich. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 180 Mitarbeiter, der Hauptsitz ist in Paris. 2022 wurde die europäische Robotiksparte von Softbank von der deutschen United Robotics Group – eine Tochtergesellschaft der RAG-Stiftung – übernommen, wie das "Handelsblatt" berichtete.

Die humanoiden Roboter werden, laut Unternehmensinformationen, in über 70 Ländern eingesetzt. Demnach seien mehr als 40.000 von ihnen in verschiedenen Kundendienstumgebungen – unter anderem in Einzelhandel, Tourismus, Gesundheits- und Bildungswesen – im Einsatz. Im folgenden Video könnt ihr Pepper im Einsatz sehen.

Toyota Research Institute

Toyota entwickelt nicht nur Autos, der japanische Fahrzeughersteller investiert in seinem Toyota Research Institute auch kräftig in die Entwicklung humanoider Roboter. Gegründet wurde es 2015, mittlerweile sind mehr als 400 Mitarbeiter dort beschäftigt. Einer der bekanntesten Roboter ist der "T-HR3", der 2017 erstmals vorgestellt wurde und für eine Vielzahl von Aufgaben programmiert werden kann. Toyota zufolge, kann der ferngesteuerte Roboter flexible Bewegungen ausführen, die die Handlungen des Menschen, der ihn bedient, widerspiegeln. Zudem könne er Kraft, die auf ihn ausgeübt wird, durch Kraftrückkopplung an den Bediener wiedergeben.

Toyota möchte sich, laut eigener Aussage, zu einem Mobilitätsunternehmen entwickeln und durch die Robotik-Entwicklung "zur Lösung von Problemen in der realen Welt und zur Unterstützung der globalen Gesellschaft beitragen". Humanoide Roboter wie etwa "T-HR3" sollen demnach Menschen in verschiedenen Bereichen unterstützen – mögliche Einsatzgebiete seien unter anderem medizinische Einrichtungen, Baustellen, Katastrophengebiete und sogar der Weltraum. Im folgenden Video könnt ihr "T-HR3" kennenlernen.

Hanson Robotics

Hanson Robotics ist vor allem bekannt für den Roboter "Sophia", der menschliche Gesichtszüge hat und über eine fortgeschrittene KI inklusive Gesichtserkennungsfähigkeiten verfügt. Gegründet wurde es 2005 von David Hanson in den USA, mittlerweile befindet sich der Hauptsitz in Hongkong. Die Vision von Hanson Robotics umfasst, laut Webseite, eine Zukunft, in der "unsere Roboter die Menschen verstehen und sich um sie kümmern, indem sie sinnvolle Beziehungen zu den Menschen aufbauen". Auch Sophia sei entwickelt worden, um Menschen zu unterstützen – zum Beispiel in Medizin und Bildung – und die KI-Forschung weiterzubringen.

Informationen des Unternehmens zufolge, umfasst die KI des Roboters unter anderem die Bereiche symbolische KI, neuronale Netze, maschinelle Wahrnehmung, natürliche Sprachverarbeitung und adaptive Motorsteuerung. Sophia war auch schon zu Gast in Talkshows und besitzt – als erster Roboter überhaupt – eine Staatsangehörigkeit. 2017 wurde ihr die saudi-arabische Staatsbürgerschaft verliehen, wie "Forbes" berichtete. In dem untenstehenden Video könnt ihr einen Eindruck von Sophia und ihren Fähigkeiten bekommen.