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Bitcoin steigt auf mehr als 23.000 Dollar – und hat Kurs seit Jahresbeginn fast verdreifacht

·Lesedauer: 2 Min.

Die Kryptowährung stellt einen neuen Rekord auf und steigt abermals um mehr als neun Prozent. Auf Wochensicht beträgt das Plus damit mehr als 15 Prozent.

Neuer Tag, neues Rekordhoch: So lässt sich die Entwicklung von Bitcoin der vergangenen Tage zusammenfassen. Nachdem die Kryptowährung am gestrigen Mittwoch bereits die wichtige Marke von 20.000 Dollar übersprungen hatte, legt sie an diesem Donnerstag noch einmal kräftig nach: Der Bitcoin steigt abermals um mehr als neun Prozent und überschreitet das erste Mal die Grenze von 23.000 Dollar. Zeitweise lag der Kurs laut Bloomberg bei 23.256 Dollar – einem weiteren Rekordhoch.

Damit ist die weltweit größte Kryptowährung allein in dieser Woche um mehr als 15 Prozent gestiegen, seit Jahresbeginn hat sich ihr Wert mehr als verdreifacht.

„Der Anstieg auf über 20.000 US-Dollar hatte sich bereits abgezeichnet, und ich bin ein wenig überrascht, dass er nicht früher eingetreten ist“, sagt Craig Erlam, Senior Market Analyst bei Oanda Europe. „Die Fed-Impulse haben ihm möglicherweise einen zusätzlichen Kick gegeben, aber seien wir ehrlich: Der Bitcoin hat das nicht nötig“, urteilt Erlam. „Ein Durchbruch auf über 20.000 US-Dollar könnte für Aufsehen sorgen und für starke Kurse zum Jahresende sorgen.“

Die US-Notenbank Fed hatte in ihrer jüngsten Zinssitzung am Mittwoch ultra-niedrige Zinsen über die Coronakrise hinaus signalisiert und verzichtete vorerst auf neue Konjunkturspritzen.

Mit Blick aufs kommende Jahr ergänzt Mike McGlone, Stratege von Bloomberg Intelligence: „Die im Vergleich zu Gold und zum Aktienmarkt niedrigste jährliche Bitcoin-Volatilität aller Zeiten, die sich jetzt zum Jahresende abzeichnet, könnte die bessere Performance der Kryptowährung auch im Jahr 2021 erhalten.“

Dan Gunsberg, CEO der Krypto-Handelsplattform Hxro, sagt, wenn der Bitcoin seine Dynamik beibehalte, könne als nächstes Ziel die 36.000-Dollar-Marke ins Auge gefasst werden. Er weist jedoch darauf hin, dass ein Absinken deutlich unter einen Wert von 13.800 Dollar eine viel schwächere Periode einläuten würde.

Analysten befürchten spekulativen Eifer

Die Eroberung der 20.000-Dollar-Marke habe für die Cyberdevise den Weg in den Mainstream frei gemacht, ergänzt Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus. Die Kauflaune sei offensichtlich nur schwer zu bändigen, was im Gegenzug die Volatilität erhöhe. „Damit wächst auch das Potenzial von kräftigen Rücksetzern“, befürchtet er.

Die Meinungen der Analysten spiegeln die Diskussion über die Kryptowährung und ihre Entwicklung wider. Die Befürworter sehen Bitcoin als gute Alternative für die Risikostreuung im Portfolio angesichts der Dollar-Schwäche und des potenziellen Inflationsdrucks. Andere befürchten vor allem spekulativen Eifer, der unweigerlich zu einer Pleite führen werde, wie bei dem Zusammenbruch der Bitcoin-Kurse vor drei Jahren.

Die verbleibenden Tage des Jahres werden zeigen, ob die Kryptowährung ihre steile Aufwärtsentwicklung fortsetzen kann und welches Szenario letztendlich eintritt.

Mit Agenturmaterial.