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Scholz: EU, USA sollten Zölle in Airbus-Boeing-Streit aufheben

Birgit Jennen und Matthew Miller
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die USA und die Europäische Union sollten nach dem Willen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz gegenseitige Zölle in Milliardenhöhe aufheben. Diese waren im Zusammenhang mit Streitigkeiten über Subventionen an Boeing Co. und Airbus SE erhoben wurden.

Seit fast zwei Jahrzehnten liegen die beiden globalen Handelsmächte im Clinch über Hilfen an die jeweiligen Flugzeugbranchen. EU-Vertreteter haben angekündigt, dass sie sich so bald wie möglich mit der neuen US-Regierung unter Joe Biden austauschen werden, um eine Lösung zu finden. Die USA haben 2019 Zölle auf EU-Exporte im Wert von jährlich 7,5 Milliarden Dollar verhängt, wogegen die Union im vergangenen Jahr mit Aufschlägen auf amerikanische Waren im Wert von 4 Milliarden Dollar zurückschlug.

“Sanktionen sind nie eine gute Idee in Handelsbeziehungen”, sagte Scholz am Donnerstag in einem Interview mit Bloomberg Television und forderte Washington auf, “Sanktionen abzuschaffen und nicht auszuweiten”.

Boeing und Airbus sollten „weltweit konkurrieren und es sollte keine Sanktionen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten in diesem Bereich geben”, sagte er. “Es muss die gemeinsame Auffassung sein, einen Weg zur Deeskalation zu finden.”

Sowohl Airbus als auch Boeing sind von der Coronavirus-Pandemie hart getroffen worden. Der Anstieg der Fälle von Covid-19 in Europa in jüngster Zeit könnte die Probleme verlängern und die wirtschaftlichen Implikationen für ihre Heimatländer verschärfen.

Überschrift des Artikels im Original:Germany Appeals to U.S. to Scrap Tariffs in Airbus, Boeing Fight

(Wiederholung vom Vortag)

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