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SAP-Aktie: Verluste im ersten Quartal! Wie das Management jetzt reagiert

Bei der Vorstellung des letzten Quartalsberichts im Januar wurden noch die Mittelfristziele leicht angehoben. Jetzt bei der Q1-Analystenkonferenz, berichtet der Finanzchef von einem Quartalsverlust in Höhe von immerhin 0,8 Mrd. Euro. Was ist hier los?

Nach dem ersten Schreck kommt die Beruhigung: Die Jahresziele wurden bestätigt und die Cloud-Umsätze zogen um ein Viertel an. Auch der freie Cashflow von 2,5 Mrd. Euro (+28 %) kann sich sehen lassen. Am Jahresziel von 3,5 Mrd. Euro ist man damit schon nah dran. CEO Christian Klein spricht erneut von einem großartigen Start in das Jahr, sowie von sehr vielversprechenden Wachstumsaussichten, einschließlich einer Beschleunigung des Gewinnwachstums in den Jahren 2026 und 2027. Zahlreiche hochrangige Kundengewinne und ein wachsender Auftragsbestand (Cloud Backlog von 14,2 Mrd. Euro, +27 %) unterlegen diese Aussagen.

Belastend wirkt sich hingegen eine Restrukturierungsrückstellung von 2,2 Mrd. Euro aus. Das zugehörige Effizienzprogramm wurde bereits im Januar angekündigt. Der damals geschätzte Aufwand von rund 2 Mrd. Euro wurde nun komplett im ersten Quartal in die Bilanz gepackt, obwohl der Abschluss erst für Anfang 2025 erwartet wird. Das Management stellt diese als Einmalaufwand dar, der künftig dazu beitragen wird, die Ertragskraft zu steigern. Finanzchef Dominik Asam spricht davon, dass man “die Kostenentwicklung vom Umsatzwachstum entkoppeln” wolle.

SAP stellt Kundennutzen in den Mittelpunkt der Preisgestaltung

Das bedeutet im Klartext, dass SAP künftig eine Preisstrategie verfolgen wird, die sich nicht mehr auf herkömmliche Weise an der Kostenstruktur orientiert, sondern vielmehr am Kundennutzen, unter massiver Ausnutzung von Skalierungseffekten. Künstliche Intelligenz soll dabei eine wesentliche Rolle spielen.

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Und wofür werden die 2,2 Mrd. Euro ausgegeben? – Primär für Freiwilligenprogramme und interne Umschulungsmaßnahmen, zum kleineren Teil für die Entschädigung von unfreiwillig entlassenen Mitarbeitern. Während einige Bereiche reduziert oder aufgegeben werden, wird also in anderen massiv investiert, sodass SAP nicht schrumpfen wird.

Insgesamt wird das Minus aus Q1 eine kleine Delle bleiben. Schon im laufenden Quartal dürften wieder saftige Gewinne herauskommen. SAP bleibt ein Grundpfeiler in unserem Portfolio.

Was das Unternehmen macht

Das SAP Cloud-Segment gliedert sich in IaaS (“HANA Cloud”), PaaS (inkl. Signavio Process Insights, Dev, Analytics, DB) und SaaS (“Intelligent Business Applications”). Dazu gehört auch das wachsende Kerngeschäft (inkl. S/4HANA). Es macht knapp 44 % des Umsatzes aus. Software-Lizenzen und -Support umfasst das Legacy-Geschäft mit lokalen Software-Installationen.

Wo liegen die größten Chancen?

Zu den größten Chancen gehört die Nutzung der Potenziale des SAP Business Network für SCM und ESG-Reporting. Ein Effizienzprogramm und eine am Kundennutzen orientierte Preisstrategie können mittelfristig die Gewinne steigern.

Wo liegen die größten Risiken?

Eines der größten Risiken ist die Kundenzufriedenheit. SAP muss kundenfreundlicher werden, um Konkurrenten wie Salesforce und ServiceNow auf Distanz zu halten.

Der Artikel SAP-Aktie: Verluste im ersten Quartal! Wie das Management jetzt reagiert ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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