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Sachbücher: Mit Irmgard Keuns „Kunstseidenem Mädchen“ Berlin entdecken

·Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Es ist ein echter Pelz aus Eichhörnchenfell, den das kunstseidene Mädchen Doris klaut, weil sie reich und erfolgreich erscheinen will. Denn was sie sucht, ist Glanz: „Ich will so ein Glanz werden, der oben ist. Mit weißem Auto und Badewasser, das nach Parfum riecht, und alles wie Paris. Und die Leute achten mich hoch, weil ich ein Glanz bin.“ Weder eine Anstellung als Tippmamsell noch die Schauspielschule konnten diesen Wunsch bisher einlösen. So flieht sie nach dem Diebstahl ohne Papiere nach Berlin, angezogen vom Glamour der Großstadt, auf dass er auf sie abstrahle.

Irmgard Keun, der wir die Geschichte vom „kunstseidenen Mädchen“ verdanken, kam 1905 an der Meinekestraße 6 unweit des Kurfürstendamms zur Welt. Das war damals nicht Berlin, sondern Charlottenburg bei Berlin. Später zog sie mit ihrer Familie ein paar Straßen weiter an den Ludwigkirchplatz und wechselte damit die Gemeinde: diesmal nach Deutsch-Wilmersdorf.

Hier besuchte sie die Cecilienschule, benannt nach der Kronprinzessin Cecilia, die damals noch hoffen durfte, Kaiserin zu werden. Wilmersdorf und Charlottenburg waren reiche Städte, die Kapital anzogen. Die Schule war neu, hochmodern, mit Zentralheizung und Spezialräumen, der Umgang liberal und multikonfessionell. Die Keuns residierten großbürgerlich, der Vater war Großhändler und Fabrikant. Die Geschäfte, eine neu gegründete Benzin-Raffinerie, ließen ihn wenige Jahre später nach Köln weiterziehen, wo Irmgard Keun aufwuchs und sich ihre Sprachmelodie rheinländisc...

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